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Gustav Landauer

Personal Information

Born April 7, 1870
Died May 2, 1919 (49 years old)
Karlsruhe, Germany
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Description

German anarchist

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Anarchismus

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Seit Mitte des 19. Jahrhunderts entwickelte sich in den Ländern des Frühkapitalismus im Nordwesten Europas als Gegenbewegung der Sozialismus. Und mit der Entwicklung der ArbeiterInnen-Bewegung begann auch ein großer Entwicklungsprozess für eine allgemeine Emanzipation. Rasch formten sich aus den Diskussionen und Flügelkämpfe zwei Hauptströmungen heraus, die sich auf der radikalen Seite der Bewegung an zwei Namen festmachen lassen: Karl Marx für die autoritäre und Michael Bakunin für den anti-autoritäre Flügel der Arbeiterbewegung. Der Anarchismus hat mit seiner positiven Utopie sicher den größeren Anspruch an die moralischen und ethischen Werte der Menschen gestellt. Seine Ansprüche an eine unteilbare Freiheit für ALLE Menschen, sowie die kompromisslose Ablehnung jeglichen Elitedenkens, und jeder Form von «vorübergehenden» Zugeständnissen an Machtstrukturen, haben es aber nie erreicht, die Anarchie in einer Gesellschaft zu etablieren. Erschwerend kam hinzu, dass bereits Mitte des 19. Jahrhunderts sich verschiedene Anarchismen entwickelten. Somit konnte das Entstehen einer homogenen Bewegung nicht zustande kommen. Das Buch «Anarchismus» stellt diese verschiedenen Richtungen innerhalb der anarchistischen Bewegung vor. sowie die Rolle von AnarchistInnen während der Revolutionen von der Pariser Kommune von 1871 bis zur Studentenbewegung von 1968. Entgegen dem Clemenceau-Zitat ist der Anarchismus kein alleiniges «Privileg» der Jugend, wenngleich dies gerne suggeriert wird, sondern wie Gustav Landauer feststellte: Anarchie ist nicht eine Sache der Forderungen, sondern des Lebens. (Quelle: [Schmetterling Verlag](

Arnold Himmelheber

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Auch wenn Gustav Landauer in erster Linie als politische Figur gesehen wird, so war er doch vor allem Literat. So ist zwar das entsetzliche Ende des Sozialreformers während der Münchner Räterepublik sowie seine enge Beziehung zu Martin Buber und zu Erich Mühsam noch bekannt, nicht aber seine literarische Tätigkeit. „Ich war niemals politisch, immer nur antipolitisch tätig“, heißt es in einem seiner Briefe von 1906. Ebenso wie Wedekind und Hofmannsthal, die sexuelle Tabus zum Stoff ihrer Dramen machten, wußte auch Landauer, daß, dem Unbewußten Wirklichkeit einzuräumen, uralte Gesetze in Frage stellen würde. Als „antipolitischer Mensch“ bleibt der philosophische Essayist und Schriftsteller Landauer innerhalb der Geschichte des deutschen Schrifttums noch zu entdecken. (Quelle: [Perlentaucher](

Zeit und Geist

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Die vorliegende Auswahl versammelt Landauers in einem weiteren Sinne als kulturkritisch zu bezeichnenden Texte; dies schließt Arbeiten zu Literatur und Kunst, zum Judentum, zur Kulturphilosophie, zur wilhelminischen Gesellschaft und modernen Großstadtkultur ebenso ein wie grundsätzliche Aufsätze zum Anarchismus/Sozialismus. Nach Meinung der Herausgeber sind dies, neben Landauers beeindruckendem Briefwechsel sowie seinen grundlegenden Arbeiten »Skepsis und Mystik«, »Die Revolution«, »Aufruf zum Sozialismus«, seinen Shakespeare-Studien diejenigen Texte, die über den Tag hinaus Anspruch auf Geltung haben. Nicht mit aufgenommen wurden deshalb auch Aufsätze, die in erster Linie Tagesereignissen bzw. politischen Organisationsfragen und Positionsbestimmungen innerhalb der Arbeiterbewegung verhaftet sind und allein noch sozialgeschichtliches Interesse beanspruchen bzw. der Landauer-Forschung dienen können. Die Textauswahl ist chronologisch zusammengestellt, um Entwicklung und Kontinuität im Landauerschen Denken im Ansatz zu illustrieren. Die einzelnen Texte sind jeweils mit einem Kommentar versehen, so daß die zeitgeschichtlichen Bezüge deutlicher werden. Der Text selber wurde in der Schreibweise behutsam modernisiert, ohne in die stilistischen Eigenarten Landauers einzugreifen. Der Verlag hat sich zudem dankenswerter Weise dazu entschlossen, der Textauswahl einige in den letzten Jahren entstandene Aufsätze über das Werk Landauers mitaufzunehmen, um dem Leser zusätzliche Informationen zu einzelnen Schwerpunkten (Nietzsche-Rezeption, Theaterarbeit, Literaturkritik, das Verhältnis Romantik-Mystik-Anarchie) zu bieten und den Zugang zu den Texten zu erleichtern. Außerdem wird auch eine Zusammenstellung der von Landauer gehaltenen Vorträge wiedergegeben. Sie erlauben Rückschlüsse auf die gesellschaftlichen Kontakte Landauers ebenso wie auf die von ihm für bedeutsam gehaltenen Themen. Sie ergänzen die umfangreiche Biographie in Stichworten somit in einem wichtigen Punkt. Nachweise der jeweils ersten Veröffentlichung und die Kommentare zu den Landauer-Texten befinden sich ebenfalls im Anhang. (Quelle: [Boer Verlag](

Die Botschaft der Titanic

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„Utopien sind immer nur scheintot“, notierte Gustav Landauer 1907, der zu den orginellsten und eigenständigsten Köpfen des libertären Denkens und der sozialrevolutionären Bewegung in Deutschland gehörte. Die vorliegende Auswahl präsentiert rund zwei Dutzend Essays, Zeitungs- und Zeitschriftenartikel, Vorträge und Rezensionen, darunter zeit- und kulturkritische Anmerkungen, politische Grundsatzartikel zum Anarchismus ebenso wie Schriften zu Literatur und Kunst, zum Judentums und zur Revolution in Deutschland. So unterschiedliche Themenbereiche wie die frühe Fundierung seines Anarchismus, den er in Opposition zum Geschichtsdeterminismus der wilhelminischen Sozialdemokratie formuliert, bis hin zu Porträts und Autorenprofilen wichtiger Theoretiker, Schriftsteller und Weggefährten wie Martin Buber, Fjodor Dostojewski, Peter Kropotkin, August Strindberg, Lew Tolstoi und Walt Whitmann ermöglichen in diesem Band Einblicke in das Oeuvre eines ungemein produktiven Autors. Landauers Auseinandersetzung mit der Fin de Siecle und dem Ästhetizismus der Jahrhundertwende, so mit Hugo von Hofmannsthal, Oscar Wilde und den frühverstorbenen Walter Cale, dessen Profil in nuce ein Gesamtentwurf zur Kritik der Jahrhundertwende bietet, sowie einem Text aus Landauers literarischem Schaffen, wird hiermit wieder zugänglich. Im Januar 1919, inmitten der revolutionären Prozesse, kommentiert Landauer sehr abwägend die Ereignisse, sieht auch schon die Gefahr eines Scheiterns der Revolution und entwickelt ein Vermächtnis, daß in sich die verschiedenen Elemente seines Anarchismus zusammenfügt: "Eine politische Revolution in Deutschland stand noch aus; nun ist sie gründlich vollbracht, und nur die Unfähigkeit der Revolutionäre beim Aufbau der neuen Wirtschaft von allem und auch der neuen Freiheit und Selbstbestimmung könnte schuld sein, daß eine Reaktion käme und die Einnistung... Das Chaos ist da; neue Regsamkeit und Erschütterung zeigt sich an; ... möge die Revolution lange leben und wachsen und sich in schweren, in wundervollen Jahren zu neuen Stufen steigern; möge den Völkern aus ihrer Aufgabe, aus den neuen Bedingungen, aus dem urtief Ewigen und Unbedingten der neue, schaffende Geist zuströmen, der erst recht neue Verhältnisse erzeugt; möge uns aus der Revolution Religion kommen, Religion des Tuns, des Lebens, der Liebe, die beseligt, die erlöst, die überwindet. Was liegt am Leben? Wir sterben bald, wir sterben alle, wir leben gar nicht. Nichts lebt, als was wir aus uns machen, was wir mit uns beginnen; die Schöpfung lebt; das Geschöpf nicht, nur der Schöpfer. Nichts lebt als die Tat ehrlicher Hände und das Walten reinen wahrhaften Geistes. (Quelle: [Kontext Verlag](

Briefwechsel 1890–1919

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Dieser Band enthält den etwa 600 Briefe umfassenden Briefwechsel zweier Schriftsteller des Kaiserreiches: Fritz Mauthner (1849–1923) und Gustav Landauer (1870–1919). Ihre Briefe sind das Zeugnis einer ungewöhnlichen Freundschaft und zugleich ein unschätzbares Dokument deutsch-jüdischer Geistesgeschichte. Die Herausgeber beschreiben diese einzigartige Dokumentation der Korrespondenz zwischen Landauer und Mauthner wie folgt: „‚Von dieser Briefsammlung darf in einem besonderen Sinne gesagt werden, daß sie den mit dem Leben vollzogenen Gang eines Menschen durch unser Zeitalter urkundlich darstellt. Gustav Landauer ist seinen Weg wirklich selber gegangen, menschlichen kreatürlichen Schritts. Er rannte nicht blindlings, und ließ sich nicht schieben, er war kein Doktrinär und kein Opportunist.’ Dies schrieb Martin Buber im Vorwort zur ersten Gustav Landauer gewidmeten Briefausgabe. ‚Gustav Landauer ging seinen Weg mitten durch unser Zeitalter.’ Dies ist auch der Eindruck den der hier vorliegende Briefwechsel beim Leser hinterläßt. Landauer war wie kaum einer in der Lage, von seinem Leben Rechenschaft zu geben, sich dem Anderen im Briefdialog zu öffnen, im Alltäglichen wie in philosophischer Reflexion präsent zu sein. Die Gewissenhaftigkeit, mit der er auch bei großer Arbeitsbelastung, als Übersetzer und freier Autor, auf die Person des Briefpartners eingeht – oft noch zwischen Mitternacht und Morgengrauen und in seitenlangen Briefen – zeugt von dem Wert, der dem Briefeschreiben beigemessen wird. Und: Der Landauer der Briefe bleibt sich von den frühesten Äußerungen der Schüler- und Studentenzeit bis hin zu den letzten Briefen aus dem Revolutionsgeschehen in frappierender Weise gleich; so sehr, daß man in den geschichtsphilosophischen Überlegungen des verliebten Heidelberger Studenten schon der Autor der Revolutionsschrift erkennen kann. Diese in hohem Maße mit sich identische Persönlichkeit, wie sie in Briefen und Tagebüchern zum Ausdruck kommt, scheint in Widerspruch zu stehen zur Persönlichkeit des äußeren Lebens, das von Brüchen, von Krisen, von dem politischen Scheitern eines Mannes gekennzeichnet ist, der wie kaum einer sich den wechselnden Strömungen seines Zeitalters ebenso aussetzte wie den Konflikten, die er auch als deutscher Jude und jüdischer Deutscher zu gewärtigen hatte. Landauer war ein Briefschreiber par excellence. Seine Briefe gehören zweifellos zu den herausragenden der Epoche. Der Sprachkritiker Fritz Mauthner hat sich der Herausforderung Landauers gestellt. Das Vertrauen zu dem soviel jüngeren Freund war so groß, daß er ihm sein Lebenswerk in unfertiger und ungeschützter Form zur Redaktion übergab und dem Freund damit einen theoretischen Schlüssel in die Hand legte, den er selbst nicht mehr zu gebrauchen vermochte.“ (Source: [aLibro](

Auch die Vergangenheit ist Zukunft

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Repräsentative Textauswahl aus dem Werk Landauers, versehen mit einer biographischen Einführung und einer umfangreichen Bibliographie. Alles in allem „das“ Einführungswerk zu Landauer. (Quelle: [Datenbank des deutschsprachigen Anarchismus](

Erkenntnis und Befreiung

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Gustav Landauer, 1870 in Karlsruhe geboren, gehört mit Kurt Eisner und Erich Mühsam zu den Schlüsselfiguren der Münchner Rätebewegung 1919, bei deren Niederwerfung er am 1. Mai 1919 im Gefängnis ermordet wurde. – Ruth Link-Salinger (Hyman) ist Visiting Professor of Humanities and History an der San Diego State University, San Diego, California. Landauers publizistische und philosophische Wirkung war nicht minder bedeutsam als seine politische. Er hatte wesentlichen Anteil an der Entfaltung sozialistischer Zielvorstellungen in Deutschland, an der theoretischen Begründung des „utopischen Sozialismus“; seine Auffassungen zeigen vielfältige Querverbindungen zu denen Bakunins, Bubers, auch Benjamins und Blochs. Unser Band enthält eine Auswahl aus seinen Reden und (meist in Zeitschriften erschienenen und heute unzugänglich gewordenen) Aufsätzen, in denen die für Landauers Denkweise charakteristische Vermittlung des „utopischen“ mit dem „praktischen“ Moment politischer Philosophie beispielhaft zutage tritt. An diese heimliche Tradition des Sozialismus zu erinnern, erscheint heute mehr denn je geboten.

Die Revolution

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Gustav Landauers geschichtsphilosophische Monographie „Die Revolution“ erschien 1907 in der renommierten, vierzig Bände umfassenden Reihe „Die Gesellschaft“ (1906–1912), herausgegeben vom Religions- und Sozialphilosophen Martin Buber. Sie zählt bis heute zu den bedeutendsten essayistischen Abhandlungen im deutschsprachigen Anarchismus.

Friedrich Hölderlin in seinen Gedichten

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Der hier vorliegende, für die zeitgenössische Rezeption bedeutsame Essay über den Romantiker Friedrich Hölderlin ging hervor aus einem Vortrag, den Gustav Landauer 1916, mitten im Ersten Weltkrieg, in Berlin hielt. Der bis heute lesenswerte und für die Hölderlinforschung essenzielle Text erschien 1922 postum im Gustav Kiepenheuer Verlag (Potsdam) und wird nach annähernd einhundert Jahren im Rahmen der „Ausgewählten Schriften“ Gustav Landauers erstmals wieder als Einzelpublikation präsentiert.

Literatur

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Gustav Landauer war ein detaillierter Kenner der deutsch-sprachigen und internationalen Literatur. Zugleich verstand er sich immer auch als Literaturvermittler und Entdecker zeitgenössischer Autoren und Autorinnen. Seine zahlreichen, noch heute lesenswerten Essays, Zeitungs- und Zeitschriftenartikel, Vorträge, Buch- und Theaterbesprechungen belegen dies deutlich. Landauer erkannte rasch, welche gesellschaftliche Sprengkraft etwa der Vermittlung von Dramen – Tragödien und Komödien – vor allem des englischen Schriftstellers William Shakespeare in Schrift und Vortrag sowie auf der Theaterbühne innewohnt. Viele Autoren – Honoré de Balzac, Rabindranath Tagore, Leo N. Tolstoi, Walt Whitman, Oscar Wilde – hat er, häufig gemeinsam mit seiner Lebensgefährtin, der Lyrikerin Hedwig Lachmann, durch erstmalige Übersetzungen und umfassende Betrachtungen dem deutschsprachigen Kulturleben zur Verfügung gestellt. (Quelle: [Edition AV](

„Sei tapfer und wachse dich aus.“

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Der vorliegende Band versammelt erstmals sämtliche Briefe und Postkarten, die der deutsch-jüdische Schriftsteller, Philosoph und „Antipolitiker“ Gustav Landauer (1870–1919) an seinen acht Jahre jüngeren Freund und politischen Weggefährten Erich Mühsam (1878–1934) gerichtet hat. Ergänzt werden diese Texte durch die wenigen Briefe Mühsams, die erhalten sind, ferner durch Auszüge aus seinem Tagebuch, in denen Mühsam gemeinsame Pläne und Begegnungen reflektiert, sowie durch Aufsätze über Landauers Person und Werk. Auf diese Weise lässt sich – unter Hinzuziehung des kenntnisreichen und präzisen Kommentars – der Dialog zweier Opponenten des wilhelminischen Staates, aber auch einer zahnlos gewordenen Sozialdemokratie von seinen Anfängen in der Berliner „Neuen Gemeinschaft“ bis zur Beteiligung an der bayerischen Räteregierung nachverfolgen. Eine verständlich geschriebene Einleitung erhellt die Freundschaft dieser beiden durchaus „verschiedenen Naturen“: Während Landauer sich zu Proudhon hingezogen fühlte, identifiziert Mühsam sich mit Bakunin. (Source: [BoD](