Discover

Alban Nikolai Herbst

Personal Information

Born July 7, 1955 (70 years old)
Bergisch Gladbach, Germany
Also known as: Alexander Michael von Ribbentrop, Alban Nicolai Herbst
21 books
0.0 (0)
32 readers

Description

Deutscher Schriftsteller, Librettist, Kritiker und Regisseur im Bereich der Rundfunk-Hörkunst.

Books

Newest First

Der Engel Ordnungen

0.0 (0)
0

Der wuchtige Erzähler Herbst tritt zum zweiten Mal mit einer Gedicht-Sammlung auf, diesmal ein umfangreicher Band mit Gedichten unterschiedlichster Tonfälle: Während Alban Nikolai Herbst seine Prosa-Dichtung konsequent auf einen 'Kybernetischen Realismus' hin weiterentwickelt, der mythische mit hochmodernen Formen und Themen kombiniert (Anderswelt-Trilogie), hat er mit 'Der Engel Ordnungen' sehr moderne und ganz klassische Versform ausgelotet. Waren die Gedichte seiner ersten eigenständigen Lyrik-Publikation 'Dem Nahsten Orient / Très Proche Orient' in der knappen, modernen Form kurzer freier Verse gefaßt und als ein Bogen von Liebesgedichten angelegt, so schreitet Herbst nun den breiten Kanon aller Themen ab, die ihn auch als Erzähler fesseln.

Meere

0.0 (0)
0

Als der Maler Fichte im Juni 2002 nach Deutschland zurückkehrte, fand er sein Berliner Atelier unverändert. Irene Payaam-Jessen hatte es in der Zeit seiner Abwesenheit betreut und der Galerist Nothelfer für die Finanzierung der laufenden Kosten gesorgt. Fichte sah als allererstes Julian Payaam, seinen Sohn. Dann prüfte er seine bisherige Arbeit, erst monatelang in Berlin, daraufhin in Wisetka. Es galt zu sichten, was hält. In dem umgestalteten Bunker und einem auf das Kliff führenden Streifen Wald soll dem Maler ein lebenslanges Arbeitsrecht eingeräumt werden. Dafür hätten nach seinem Tod all jene Werke ins Eigentum des polnischen Staates überzugehen, die sich von Land und Bunker nicht ohne Zerstörung ablösen lassen.

Buenos Aires. Anderswelt

0.0 (0)
0

Orientierungslos steht Hans Erich Deters in der imaginierten Megastadt »Buenos Aires« in einem panischen Szenario aus Polizei- und Krankenwagen, durcheinanderrennenden Sanitätern, schaulustigen Nachtschwärmern und eigenen Phantasmen. An einem schönen Junitag war er in Berlin losspaziert und ist über Nacht am 1. November angekommen, neun Jahre später zumal. Eine Frau spricht ihn an, er geht mit ihr, geht wieder fort, geht mit einer anderen weiter. Sein Zuhause gibt es nicht mehr, und er wird mit einer Lebensgeschichte konfrontiert, die seine ist und doch auch wieder nicht: Er ist verheiratet, wohnt nicht dort, wo er zu wohnen glaubt, er ist jemand anders. Seine Erinnerungen verschieben sich allmählich in die eines neuen, umprogrammierten Deters, doch ohne dass sich die alten löschen ließen. Und der 1. November vergeht nicht: Heute war der 1. November, gestern war der 1. November, und morgen wird abermals nicht ein, sondern derselbe 1. November sein. Also macht er sich endlich auf die Suche nach der verlorenen Dunckerstraße in Berlin, zurück in die Realität. Gibt es sie aber? Ist nicht sie selbst nur Phantasie? Und ist nicht alles Geschehen möglicherweise Teil eines großen kybernetischen Experiments?

Die Orgelpfeifen von Flandern

0.0 (0)
0

Ein Mann kehrt zurück in die Stadt, in der er liebte. Von Erinnerungen getrieben, Erinnerungen verfolgend, taumelt er durch Paris, streift durch pittoresk-surreale Stadtlandschaften, begegnet lemurenhaften Gestalten - bis langsam unter den Oberflächen der Stadt die Vergangenheit aufzusteigen und lebendig zu werden beginnt. In der Rue de Flandre, der Straße, deren Häuser an Orgelpfeifen erinnern, nimmt schließlich die tragisch gescheiterte Liebe zur schönen, rigorosen Jüdin Jezabel neue, geisterhafte Gestalt an ... In dieser dramatischen Liebesnovelle beschwört Alban Nikolai Herbst die beunruhigende Macht des Erinnerns. Dabei ersteht ein Mythos neu, der nicht zufällig einer der einflußreichsten der Moderne ist - der Mythos von Paris.

Thetis, Anderswelt

0.0 (0)
0

Jede Pfütze Ozean heißt es im Vorspiel zu diesem Buch. Und tatsächlich verwandelt ein Spaziergang die Stadt Hans Erich Deters’ in eine Komposition aller anderen Städte. Durch die Fugen der Hauswände und aufgeplatzten Trottoirs geht es direkt in jenes fantastische Land, von dem es heißt: dort richte sich die Zeit nicht mehr nach unserer Erfahrung. Denn Augenblicke seien Jahre, was aber lang anmute, sei im Fluge vorbei. Die Anderswelt ist das Land der Lebenden und der Toten und zugleich das aller Geschöpfe der Fantasie: Die Räume schweben. ― Noch zwar glaubt Deters, sich flanierend so etwas nur auszudenken, da wird er in der U-Bahn von einer eigenwilligen Frau aufgefordert, sie in einem Café „Samhain“ zu erwarten, das sich unschwer als das „Silberstein“ des Berlin der neunziger Jahre erkennen lässt. Dort nun sitzt er und erdichtet die Geschichte seiner computierten Anderswelt-Stadt … und merkt nicht, wie sich das „Silberstein“ nach und nach mit deren Figuren füllt, ja, wie er selbst zur Marionette seiner Fiktionen und unversehens in die eigene Erfindung hineingestoßen wird.

Der Arndt-Komplex

0.0 (0)
0

Arndt konnte seit zehn Uhr morgens keinen körperlichen Schmerz empfinden. Er registrierte dies, als er sich den Arm an der Tischkante stieß. Es war ein heller Sonntagvormittag, das Licht stand in weißlichen Bahnen hinter den Gardinen. Arndt nahm seinen Blick von der vor ihm liegenden Zeitung und betrachtete seinen Ellbogen.

Eine Sizilische Reise

0.0 (0)
0

Sizilien: Die Insel am Rande Europas steht bis heute im Bann einer mythischen, fabelhaften Vorzeit. Fast kein Wunder also, daß sich die Sizilien-Rundreise eines scheinbar gewöhnlichen Rucksacktouristen bald in ein fantastisches Abenteuer verwandelt. Er muß entdecken, daß er, ohne es zu wissen, im Auftrag eines unbekannten Auftraggebers reist. Er soll einen Gegenstand überbringen, dessen Bedeutung er nicht kennt. Er wird zum Spielball höchst merkwürdiger Gestalten, wie etwa eines Pragers, der Uhren in einer Aktentasche spazierenträgt, und einer Dame, deren Alter in steter Fluktuation begriffen ist. Schließlich zwingt ihn sogar noch eine Zufallsbekanntschaft, ein arroganter, schwitzender Herr namens Herbst dazu, an der eigenen Existenz zu zweifeln. Dieser etwas andere Roman und »Reiseführer« führt durch zwei unvereinbare und doch nebeneinander existierende Welten: Durch ein Sizilien gesicherter moderner Realität einerseits, durch ein fantastisches Sizilien andererseits, ein Land, in dem Mythen und Träume nie aufgehört haben, lebendig zu sein.

Wolpertinger oder das Blau

0.0 (0)
0

Wolpertinger? - Richtig, um ein Hotel handelt es sich beim Wolpertinger, das seinen Namen daher bezieht, daß in seinem Foyer ein pferdegroßes Collageviech steht nach dem Vorbild der alpenländischen Wolpertinger. Und in diesem Hotel findet ein gigantisches Treffen statt, das unser Leben verändern muß: Denn um nichts Geringeres geht es, während im Keller ein Biocomputer gährt und merkwürdige Verwandlungen Haus, Bewohner, Landschaft und Beziehungen ergreifen, als um einen Ting, eine ausufernde Begegnung unzähliger Figuren aus den beiden weltbeherrschenden Reichen: hie der Positivisten, Naturwissenschaftler, Geistesmenschen, Kopfgeburten und Beweisführer, da der Märchenfiguren, Geisterwesen, Mythenbewohner und Ahnungsträger. Es geht um die Herrschaft über den Globus durch eines dieser Lager.

Joachim Zilts Verirrungen

0.0 (0)
0

Joachim Zilts, ein Wissenschaftler, verliert den Boden unter seinen Füssen und wird in ein Netz Verirrungen und Verwirrungen geworfen. Ebenjener findet sich im Gefängnis von Butzbach wieder. Vorgeblich werden seine Aufzeichnungen wiedergegeben, hier also ein frühes Beispiel für Herbsts Spiel mit Realitätsebenen.

Die Verwirrung des Gemüts

0.0 (0)
0

Der Apothekersohn und ehemalige Pharmaziestudent Ulf Laupeyßer erfindet sich den Kleinbürgerspross Claus Falbin. Und je mehr dieser an Konturen gewinnt, desto mehr gerät der Erfinder in den Hintergrund, wird blasser. Schließlich bleibt es offen, ob nicht Falbin der Erfinder Laupeyßers ist. Jetzt beginnen die beiden, einander ähnlich zu werden, vor allem in ihrem Umgang mit der Sprache. In diesem Vollzug taucht der Erzähler auf; er ist eingesponnen ins Handlungsgewebe ― zum Schluss übernimmt er gar das Ziel der beiden Hauptpersonen: nämlich abzureisen, neu anzufangen. Der Held des Romans fühlt sich belastet: Vergangenheit wirkt sich als Hypothek aus und als ein Unruhefaktor, der die Zeiten durcheinanderbringt, das Gemüt verwirrt und auch die Identitätssuche von Laupeyßer-Falbin-Icherzähler immer wieder stört.

Schöne Literatur muss grausam sein

0.0 (0)
0

Seine Essays, seine Vorträge und Poetiklesungen sind analytisch und unbestechlich. Was Alban Nikolai Herbst über Literatur und ihre Schöpfer zu sagen hat, entbehrt jeder Larmoyanz. Weder biedert er sich an einen modischen Mainstream an, noch steckt er in Traditionen fest. Die Essays - erschienen über einen längeren Zeitraum in ganz unterschiedlichen Zeitungen und Zeitschriften liegen zum ersten Male gesammelt vor.

Argo. Anderswelt

0.0 (0)
0

Fünfzehn Jahre nach ihrem Beginn findet Herbsts Trilogie ihren Abschluss: ein stroboskopisch halluzinierendes Panoptikum aus postapokalyptischem Cyberpunkterror mit Rückkopplung an ein Amalgam aus griechisch-keltisch-aztekischem Mythenschatz und moderner Popkultur. Von seiner Strahlkraft hat das Projekt nichts eingebüßt. Nachdem sich die von Herbsts traditionsreichem Protagonisten Hans Erich Deters collagierte Megametropole Buenos Aires von ihrem Schöpfer abgenabelt und verselbständigt hat, wird sie von einem furchtbaren Anschlag erschüttert. Der Versuch, auf diese Attacke aus dem Osten zu reagieren und dem geheimnisvollen zweiten Odysseus auf die Spur zu kommen, das immer weiter voranschreitende Problem der zu Bewusstsein erwachenden programmierten Menschkopien sowie die größenwahnsinnig-messianischen Pläne des Präsidenten der Anderswelt all dies kreist in seiner faszinierenden Unfasslichkeit irgendwie doch noch immer um das Café Silberstein in Berlin-Mitte: Dort gibt es zwar weiterhin gutes Sushi, allerdings hat man mittlerweile die bizarren Schweißkonstruktionen des Tacheles weggeräumt, die einst das Sitzmobiliar gebildet hatten. Immer noch sitzt Deters dort, in unserer Realität , und beginnt allmählich daran zu zweifeln, wer eigentlich wen erdacht hat. Eine zersplitterte Wirklichkeitserfahrung, die sich über drei parallele Zeiten und Welten erstreckt, die alle für sich beanspruchen, die echte zu sein, lässt einen fixen Realitätsbegriff bald obsolet erscheinen.

Ein literarischer Gang an die Börse

0.0 (0)
0

Im Gegensatz zu seinen Romanen und Erzählungen hat A.N. Herbst diesen Band zusammen mit Sabine Tost herausgegeben. Börse, Going Public, Aktienmärkte – beherrschende Themen seit dem Bau des ersten Börsengebäudes. Einige besonders spannende Aspekte des Börsengeschehens haben die Autoren der Weltliteratur in ihren Romanen und Erzählungen eingefangen und lebhaft geschildert. Dabei beleuchten sie Hausse und Baisse in ihren psychologischen und menschlichen Hintergründen und rücken die heftigen Ausschläge jenseits der bloßen Zahlen in den Blickpunkt.

Die Niedertracht der Musik

0.0 (0)
0

Mit dem Erzählungsband "Die Niedertracht der Musik" präsentiert Alban Nikolai Herbst zum ersten Mal eine Sammlung kurzer Prosastücke. Die Auswahl deckt einen Zeitraum von mehr als 30 Jahren ab und gibt so Aufschluss über große Vielfalt der Themen, denen sich der Autor im Lauf dieses Zeitraums zuwandte.

GEGEN UNENDLICH 14

0.0 (0)
0

GU #14 Science Fiction und Phantastik in erlesener Auswahl: Tiefgründig, hintersinnig und nachdenklich, aber auch abenteuerlich und böse sind die erzählerischen Streifzüge, zu denen der Leser eingeladen ist. Schon die Titel der einzelnen Geschichten wirken wie zufällige Markierungspunkte im Kontinuum einer harmlos scheinenden und dennoch verstörenden Welt: Sonne, Schatten, Schwärze, die Nacht, Stille, letzte Tage und Sommernächte kommen darin vor. Anspruchsvolle Unterhaltung ist garantiert, wenn Stilisten wie Herbert W. Franke, Hubert Katzmarz, Alban Nikolai Herbst, Georg Klein und Friedrich Wilhelm Korff ihre Geschichten erzählen. – Das Titelbild schuf Stefan Böttcher.

Menschen und Masken

0.0 (0)
0

Im Werk des Malers Felix Nussbaum (1904, Osnabrück – 1944, Auschwitz) spielen Porträts, Selbstporträts und das Motiv der Maske eine bedeutende Rolle. Zwanzig Autorinnen und Autoren der Gegenwart haben sich intensiv mit den Bildern des Künstlers und seiner Vita auseinandergesetzt. Mit Essays und Prosa eröffnen sie neue Blickwinkel, die weit über das Künstlerische hinausweisen und nicht nur in die Vergangenheit, sondern auch in unsere Gegenwart und Zukunft führen. Jeder Text ist indirekt auch ein Porträt seines Autors: Ein Lesegenuss für Freunde von Literatur und Kunst.

Selzers Singen

0.0 (0)
0

Die phantastischen Kurzgeschichten Alban Nikolai Herbst' verweigern sich jeder sprachlichen Oberflaechlichkeit und Simplifikation. Sprachlich, im Aufbau und in der Feinheit, mit der die Charaktaere komponiert sind, buergt Herbst fuer hoechste Erzaehlkunst. Von eigenartigen Begegnungen, vernichtenden Toenen und Unheil berichtet er uns. Mitreissend, veraengstigend. Hohe Literatur der Phantastik.

Kybernetischer Realismus

0.0 (0)
0

Drei Vorlesungen, die Alban Nikolai Herbst auf seiner Poetik-Professur in Heidelberg gab.