Ruediger John
Personal Information
Description
Ruediger John is an artist, educator and author. He creates process-oriented, situative, installative, interventionistic, research and publication-oriented works and exhibitions and is known for his theoretical and practical work in Artistic Research, Critical Aesthetics and Systemic Art. He has been teaching students and educators in Fine Arts and Art Education (BFA & MFA) and MBA degree programs since 2000 as adjunct professor for "installative, situative working, contextualization, cognitive aspects, mixed-media" at the State Academy of Fine Arts and Design in Stuttgart, as interim professor for "art/art and design sciences - sculpture/space" at the University of Applied Sciences in Pforzheim, as visiting professor for "art and economy - systemic art, artistic research" at the University for the Arts in Berlin, and as visiting professor for "aesthetics & culture, artistic intervention & transdisciplinarity, and process-oriented art" at the University of Arts and Social Sciences in Bonn. He has been invited to lecture at a.o. the Berlin-Brandenburgische Universität der Wissenschaften, the Karlsruher Institut für Technologie, the Zeppelin University, the Massachusetts Institute of Technology, and the California Institute of the Arts. Ruediger John lives in Cambridge, MA (USA) and in Berlin (Germany)
Books
On Rage
Wie und wo manifestiert sich – die Wut? Welchen Stellenwert hat sie, welche Wege nimmt sie, wo schreibt sie sich ein und weiter ? Dieses Buch sondiert das mannigfaltige Phänomen Wut nicht nur dort, wo sie unmittelbar und spektakulär ausbricht, sondern sucht nach abstrakten und reflektierten Formen der Auseinandersetzung mit den kritischen Punkten, an denen menschliches Verhalten plötzlich umschlägt. Es geht um die großen politischen Fragen, um jene Momente, in denen Wut das Versagen diplomatischer Mittel bezeugt, die Verhandlungen scheitern, wenn andere – gesellschaftlich sanktionierte – Ausdrucksformen ins Spiel kommen. Mit einer kultur- und zeitübergreifenden Phänomenologie der Wut möchten wir Wut als Zustand neu denken. Es könnte zu einer Rehabilitierung dieses Gefühls führen und einen Ausgangspunkt für neue, weniger vermittelte Formen des Denkens bilden. Protest – ob organisiert oder nicht – ist das Zeichen unserer Zeit. In Verbindung mit einem Gefühl ökonomischer, ökologischer oder politischer Krise führt dies zu Ausnahmezuständen, die hilfreich sein könnten, neue Strategien für das Überleben in dieser Welt zu entwickeln. Der Band versteht sich als Glossar, die alphabetisch geordneten Einträge reichen von „Amplifying“ über „Blood“, „Dada“, „Monsters“, „Phobias“ und „Silence“ bis hin zu „Vacuum“ und „Wild West“. Arbeiten von Künstlern – zum Teil eigens für die Ausstellung „Über Wut“ (2010) entwickelt –, Diskussionen, Essays, Vorträge, Gedichte und vieles mehr machen den Band zu einer Enzyklopädie eines Gefühlszustands, der nach Lage der Dinge zu den bedeutendsten unserer Zeit zählt. Mit Beiträgen von Jimmie Durham, Ruediger John, Tadeusz Kantor, Abdelwahab Meddeb, Terézia Mora, Michael Rakowitz, Monika Rinck, Mick Taussig, Stefan Weidner, Aaron Ben Ze’ev, Jean Ziegler und vielen anderen.
Unternehmen Kunst
Der Städel- und Schirn-Direktor Max Hollein ist zurzeit überall im Gespräch. 2001 von Manhattan an den Main gewechselt, etablierte sich der 36-jährige Kunst- und Wirtschaftswissenschaftler innerhalb kürzester Zeit als Erfolgsgarant für spektakuläre und schlagkräftige Ausstellungskonzepte und zugleich als mächtigster Macher in der Frankfurter Museumslandschaft. Wer sonst also könnte besser das „Unternehmen Kunst“ beleuchten und tiefe Einblicke in ihr kreatives Management vermitteln als der ebenso kompetente wie umtriebige Senkrechtstarter aus Österreich? Im neuen Statement-Band schreibt Hollein über Zeitaktuelles und Programmatisches, über Guggenheim, Schirn und „Shopping“, behandelt Ausnahmekünstler wie Sailstorfer, Schabus oder Schnabel und bietet kunstbetriebliche Beobachtungen sowie persönliche Bestandsaufnahmen. Eingestreute biographische Erzählungen vollenden die Textsammlung zu einer perfekt abgerundeten Wiener Melange, wärmstens zu empfehlen für jeden Feinschmecker mit Vorliebe für zeitgenössische Kunst vom Besten! Vorwort; Museen; Guggenheim – eine Transformation; Temples of Spirit; Im Interview mit Ruediger John; Das Museum als asynchroner Raum; Neujahrsrede Frankfurt 2006; Architektur; Hybride Praxis; Der US-Pavillon auf der VII. Architekturbiennale in Venedig; Gespräch mit Greg Lynn und Hani Rashid; Künstler; Michael Sailstorfer; Gespräch mit Jonathan Meese; Peter Weibel, geb. 1944, Rockidol; Hans Schabus: Das letzte Land; Michael Beutler; Carsten Nicolai; Gespräch mit James Rosenquist; Julian Schnabel; Gespräch mit Julian Schnabel; Rainer Ganahl: Erziehungskomplex; Gespräch mit Siegfried Anzinger; Kunst & Shopping »Shopping«; Der Glanz der Dinge; Leben und Sterben im Supermarkt; Zeitphänomene Kurz und Gut; Der Reiz der heilen Welt; Unsere Kunst aus Deutschland; Boom, Crash: Schauplatz Kunstmarkt; Macht auf Zeit: Interventionen in Salzburg
Cicerone
Bildende Kunst an der Zeppelin Universität Mit der Präsenz von zeitgenössischer Kunst an der Zeppelin Universität wird einer logisch-rationalen Welterfassung eine mit Bildern arbeitende Reflexion ergänzend zur Seite gestellt. Für einen Dialog zwischen Kunst und Wissenschaft werden KünstlerInnen, die in ihren Kunstpositionen gesellschaftsrelevante Fragen stellen und Kunst als Forschung verstehen, eingeladen auf den universitären Kontext und seine Themen Bezug zu nehmen. Die künstlerischen Techniken des Denkens in Bildern und der Sichtbarmachung von Ideen können an der Zeppelin Universität auch an der sinnlichen Präsenz der teils temporär teils dauerhaft installierten konzeptuellen Arbeiten nachvollzogen werden. Die den Ort definierenden Werke, Installationen und Interventionen fordern vertraute Wahrnehmungs-, Wertungsmuster und Sehgewohnheiten heraus und lassen einen kollektiven Erfahrungs- und Dialograum entstehen. Für eine subjektive Aneignung des Vorgegebenen, für ein Erleben der Kunst in der Bewegung ist die Publikation "Cicerone - eine Führung durch die Kunst an der Zeppelin Universität" aus einer ästhetischen Fragestellung heraus von dem Künstler Ruediger John, Berlin, entwickelt worden. Sie lädt ein das mit zeitgenössischer Kunst bespielte Terrain zu erkunden, lenkt den Blick auf die ereignishaften Situationen und fordert heraus mit dem Auge zu denken.
artsprogram Logbuch
Die Publikation Logbuch entstand aus einer Zusammenarbeit der Studierenden Ann Christin Bakhos, Lorna Bösel, Kina Deimel und Jonas Mieke mit dem Künstler Ruediger John (Berlin). Das Magazin wurde von den Studierenden im Rahmen der Projektarbeit des 3. und 4. Semesters im Studiengang Kultur- und Kommunikationsmanagement an der Zeppelin Universität in Friedrichshafen erstellt und umfasst die Veranstaltungen des artsprograms der Zeppelin Universität im Zeitraum September 2009 bis Mai 2010.
Raffinierter Überleben
Kann es eine interdisziplinäre Zusammenarbeit von Kunst und Wirtschaft geben, die sowohl künstlerischen als auch wirtschaftlichen Anforderungen gerecht wird? Themen wie Management kreativer Prozesse, Innovations- und Motivationsforschung und Lernprozesse in Organisationen fließen verstärkt in den wirtschaftlichen Diskurs ein. Der Markt wird als Ort wahrgenommen, der vom sozialen und kulturellen Verhalten der Kunden, Stakeholder und anderer Interessengruppen bestimmt wird. Unternehmen als dominierende gesellschaftliche Organisationsform rücken so auf verschiedene Weise in den Fokus der Kunst. Künstler gehen ihrerseits vermehrt dazu über, ihre Rolle als Dienstleister und Unternehmer in ihr künstlerisches Selbstverständnis zu integrieren. Darüber hinaus verbinden sich soziale Verantwortung, Lernfähigkeit und Nachhaltigkeit in Fragestellungen, die sowohl im wirtschaftlichen als auch im künstlerischen Kontext diskutiert werden. Das Buch vergleicht verschiedene Perspektiven dieses Diskurses und arbeitet Trennlinien und Schnittstellen zwischen Kunst und Wirtschaft heraus. -- Mit Beiträgen von David Barry, Thomas Bauer, Peter Hanke, Ruediger John, Kent Hanson, Enno Schmidt, Henrik Schrat, Martin Ferro-Thomsen, Rudolf Wimmer u.a.
Positive Distanz?
'Das gleichzeitige Streben nach Nähe und Abstand sorgt für eines der stärksten Spannungsverhältnisse unserer Zeit. Die Fliehkräfte der Moderne vergrößern unsere Distanzen' vor allem durch die Trends der Rationalisierung, Spezialisierung, Urbanisierung, Industrialisierung und Zentralisierung 'zu allem Natürlichen, Persönlichen, Kleinräumigen und unmittelbar Erfahrbarem. Und doch 'oder gerade deshalb' leben wir in Zeiten der Globalisierung und Digitalisierung zugleich in einer Kultur, die emotionale Aufgeladenheit und Persönlichkeitsfixierung preist, mehr Nähe zu lokalen Problemlagen und den Betroffenen fordert und 'medial vermittelt' ständige und 'distanzlose' Verfügbarkeit und Erreichbarkeit zu ermöglichen scheint. Der aktuelle Themenband der Zeppelin Universität präsentiert multidisziplinäre Annäherungen an Phänomene und Theorien des Unnahbaren. Die Beiträge zeigen theoretische und anwendungsorientierte Perspektiven auf, aus denen politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Phänomene der Distanz kritisch betrachtet und differenziert verortet werden. Der Themenbogen spannt sich dabei von Anwendungen des Distanzbegriffs in den Theorien privater und öffentlicher Organisationen über 'Nähe-Distanz-Probleme' im Verhältnis zwischen Staat, Eliten, Medien und Wählerschaft bis hin zu den Fragen des 'Abstandwahrens' in der Integrationspolitik, bei der Gestaltung von Kundenbeziehungen und in der Innovation akademischer Lehrformate'. Mit Beiträgen von Stephan A. Jansen, Maren Lehmann, Dirk Baecker, Joachim Behnke, Jörn von Lucke, Eckhard Schröter, Ruediger John u.a.
Der Berg
Die Publikation beleuchtet die Spannweite des Themas exemplarisch anhand ausgewählter Beispiele. Essays von Autoren unterschiedlichster Fachbereiche umkreisen das Thema vom Blick des Astronomen bis hin zum Verpackungsdesign. Beispiele aus der älteren Kunstgeschichte, insbesondere des 19. Jahrhunderts, führen zum Schwerpunkt mit insgesamt 120 Beiträgen, die allesamt der Gegenwartskunst gewidmet sind.
Bastard
What happens when the world fuses into a global village, when cultures mix, traditions dissolve, and something new arises? In search of cultural identity and cultural bastardizing, the authors let themselves in for an extreme expedition: visting the hot spots of globalization in just 21 days, flying to Mexico City, L.A., Tokyo, Hong Kong, Bangkok, Dubai and back to Frankfurt. Hundreds of meetings with artists, musicians, designers and authors were on their itinerary. Bastard is about the personal interpretation of these manifold impressions. The fact that globalization does not only have a negative impact is just one aspect. Often it seems as though we are entering an exciting new era in which an enriching exchange of media, styles and thoughts is more important than ever. Photography, illustration, graphic design and typography have merged into a tightly woven work expressing culture, everyday life, movement, tradition and national and personal identity.A line-up of famous authors have contributed tales and interpretations of cultural bastardizing to the project. There is also a CD-ROM with typefaces created by typographers from all over the world, as well as a soundtrack. AUTHORS: László Csiba, Ruediger John, Radek Knapp, Sudabeh Mohafez, José F.A. Oliver, Selim Özdogan, Ilija Marinow Trojanow.
Die Akademie ist keine Akademie
Eine kritische Betrachtung der Rolle der Künstler, Akademien und Kunsthochschulen, ihrer Auswirkung auf Kunst und Kunstmarkt, aber auch ihrer Abhängigkeit in Staat und Gesellschaft. Eine Momentaufnahme der Entwicklung und des Selbstverständnisses der Akademien und deren Verantwortungsträger, des Zustandes der Kunstausbildung zu zeigen, zur Diskussion zu stellen und deren Funktion in Kunstsystem, Politik und Gesellschaft zu erörtern war Idee und Inhalt des Kolloquiums, dessen redaktionell bearbeitete Dokumentation, um Textbeiträge weiterer Autoren ergänzt, hier als Recherchequelle vorliegt. Personen, die sich auf verschiedene Weise in ihrer Tätigkeit in Kunst und Kultur mit Ausbildung, Akademien und Kunsthochschulen befassen, wurden eingeladen, in einem Kurzvortrag persönlich Stellung zu beziehen um in der Diskussion eine möglicherweise vorhandene Krise der Akademien und Auswege aus dieser zu erörtern. Mit Beiträgen von: Ute Meta Bauer, Stephan Dillemuth, Paul Uwe Dreyer, Jean-Baptiste Joly, Harry Walter, Beat Wyss, Holger Kube Ventura, Iris Dressler, Hans Dieter Christ, René Straub, Andreas Weber, Andreas Bär, Ruediger John
Grundlagen, Modelle und Beispiele kunsttherapeutischer Dokumentation
Aus dem Inhalt: Peter Petersen: Geleitwort – Michael Ganß/Peter Sinapius: Vorwort – Peter Sinapius: Der Durchschnitt und der Einzelfall: Kunsttherapeutische Dokumentation zwischen Statistik und Poesie – Peter Petersen: Wie lässt sich künstlerisch - therapeutische Forschung gestalten? - Lebensrückblick eines «Zwölfenders» – Paolo Knill: Was verändert die Kunst in der Therapie, und wie? – Ruediger John: Kunst und Kunsttherapie / Milieuspezifische Wirklichkeitskonstruktionen und systemische Definitionsunterschiede – Heinfried Duncker: Salutogenetische Betrachtungen als Anforderungen für neue Methoden in der Dokumentation – Reinhold J. Fäth: Zum Problem der Subjektivität praxisrelevanter Kunsttherapieforschung – Barbara Narr: «Rankende Anmerkungen zur «poetischen Dokumentationsform» kunsttherapeutischer Arbeiten» – Klaus Flemming: Kunst als bildnerische Weltaneignung Metaphern des Lebens - Methoden zum Über-Leben? – Elisabeth Wellendorf: «Wie kommen die Bilder in den Kopf?» – Annika Niemann: Die Geste des Entscheidens oder Von der Gestaltung des Zwischenraums – Ute Knoop: «Du siehst was, was ich (noch) nicht sehe» oder von der Kunst die Perspektive zu wechseln – H. Gruber/J.P. Rose: Künstlerische Therapien im Spannungsfeld komplexer wissenschaftlicher Herausforderungen – Ulrich Elbing: Die Rolle der Gestaltung von konkreten Forschungskontexten für die Wissenschaftlichkeit kunsttherapeutischer Dokumentation – Norbert Knitsch: Experten im deutschen Theater - eine kritische Würdigung zur beruflichen Identität – Barbara Wichelhaus: Formative Evaluation in der Kunsttherapieforschung – Evelyne Golombek: «Über die allmähliche Verfertigung der Gedanken beim Dokumentieren» / Therapiedokumentation - ein lebendiges Reflexions- und Lerninstrument – Dagmar Wohler: Kunsttherapeutische Dokumentation hinsichtlich kunsttherapeutischer Ausbildung und Selbsterfahrung – Gunver S. Kienle: Zur Verbesserung der Qualität von Einzelfallberichten und Fallserien in der onkologischen Behandlung - Kriterien und Checkliste – Thomas Staroszynski: Der Nachvollzug der Bildentstehung als methodischer Ansatz zur Hypothesenbildung in kunsttherapeutischer Forschung – Eva Herborn: «Meine Bilder...» Aufzeichnung und Auswertung von Gesprächen mit Rheumakranken und Krebskranken.
Künstlerische Bildung nach Pisa
Der vorliegende Band versammelt Beiträge des internationalen Symposiums »Mapping Blind Spaces – Neue Wege zwischen Kunst und Bildung. Zur Künstlerischen Bildung nach Pisa«. Dieses Symposium zur universitären, schulischen und außerschulischen künstlerischen Bildung als Ressource individueller und gesellschaftlicher Entwicklung fand im Oktober 2003 im Museum für Neue Kunst im ZKM | Zentrum für Kunst und Medientechnologie Karlsruhe und an der Landesakademie Schloss Rotenfels, Gaggenau/Bad Rotenfels statt. Mindestens seit Beginn der 90er Jahre wird in der kunstpädagogischen und kunstdidaktischen Diskussion ein neues Paradigma immer unüberhörbarer, das sich deutlich von den bisherigen diskursbestimmenden Paradigmen und Begründungszusammenhängen distanziert, und in seiner Konzeption der künstlerischen Bildung eine radikale Neubestimmung vor dem Hintergrund sich rapide wandelnder gesellschaftlicher Herausforderungen, vor allem in der Kultur und den Künsten, aber auch den Sozialwissenschaften, der Pädagogik, Philosophie und den Kognitionswissenschaften entwirft. Die in diesem Band versammelten Beiträge erforschen aus unterschiedlichen disziplinären Blickrichtungen die immense Potenzialität und paradigmatische Bedeutung von Prozessen, Methoden und Strategien der künstlerischen Bildung für die individuelle und gesellschaftliche Entwicklung. Die künstlerische Bildung wird auf diese Weise als Korrektiv und Ergänzung zu den in den internationalen Bildungsstudien ermittelten Ergebnissen in den gesellschaftlichen Bildungsdiskurs eingebracht, mit dem Hauptziel, vielfältige Untersuchungen der bildenden Potenziale anzuregen und die gesellschaftliche Wahrnehmung der Bedeutung der künstlerischen Bildung für individuelle und gesellschaftliche Entwicklungs- und Gestaltungsprozesse zu verstärken. Dies erhält besondere Relevanz vor dem Hintergrund der aktuellen bildungspolitischen Diskussion über die Entwicklung nationaler Bildungsstandards, Kompetenzprofile und die Weiterentwicklung von Schulen sowie des Schulsystems hin zur »operativ eigenständigen Schule/Ganztagsschule«. Hierzu haben die namhaften deutschen Spitzenverbände der schulischen und außerschulischen ästhetisch-künstlerisch-kulturellen Bildung umfangreiche Einzelstudien in den vorliegenden Band eingebracht. Im Zentrum dieser Publikation stehen die Förderung von Lernfähigkeit und die Ausbildung von Schlüsselkompetenzen im Spannungsfeld universitärer, schulischer und außerschulischer künstlerischer und/oder kunstpädagogischer Transformationsarbeit – auch für die hierin involvierten Lehrenden. Unter dem Motto »Vernetzte Wege zwischen Kunst und Bildung« wurde im Rahmen des Symposiums ein Workshoptag durchgeführt, der die Idee einer inhaltlichen Vernetzung theoretischer, künstlerischer und schulischer Felder in unterschiedlichen Themenmodulen aufgriff, um im interaktiven Prozess über die institutionellen Grenzen der Arbeitsbereiche hinweg an innovativen Bildungskonzepten zu arbeiten. Der Schwerpunkt wurde dabei auf die Erprobung und Diskussion verschiedener Ansätze, Themenstellungen, Methoden und Strategien der künstlerischen Bildung vornehmlich in schulischen Vermittlungsexperimenten gelegt. Das Veranstaltungsdesign des Workshoptages sollte selbst zu einem Entwurf neuer Lehr- und Lernformen werden und wird in den diversen Beiträgen zu den Workshops anschaulich dokumentiert. Angesichts einer vielfältig ausgeprägten kulturell-künstlerischen Bildungslandschaft werden im vorliegenden Band in exemplarischer Weise die verschiedenen Vermittlungskontexte dargestellt und ihre künstlerisch arbeitenden Akteure zum Sprechen und Handeln gebracht. Anhand konkreter Praxis-Projekte erhalten Lernorte und ihre Vernetzung in gesellschaftlich-lebensweltlichen Kontexten, künstlerische Vermittlungsstrategien und Lernende selbst sowie ihre individuellen Bildungsprozesse, Qualität und Nachhaltigkeit ihres Lernens, besondere Aufmerksamkeit. Ebenso hinsichtlich möglicher Synergien und Vernetzungsstrukturen zwischen den jeweiligen Orten der kulturell-künstlerischen Bildungskartografie(n), ihres vertieften Austauschs und ihrer Zusammenarbeit – über systemische Grenzen und Logiken hinweg. Deshalb werden in diesem Band neben kunstpädagogischen gerade auch künstlerische Vermittlungsprojekte in gesellschaftlich-lebensweltlichen Kontexten, die von Seiten der Künstlerinnen und Künstler initiiert, durchgeführt und evaluiert wurden, vorgestellt und auf ihren künstlerischen Bildungsgehalt befragt. Schließlich werden hiermit auch Fragestellungen nach weiterer beruflicher Professionalisierung der im Schnittstellenbereich arbeitenden Vermittlerinnen und Vermittler sowie die Ausprägung spezifischer Kompetenzprofile für fruchtbare und nachhaltige künstlerische Bildungsprozesse aufgezeigt. Eine Kooperation der Internationalen Gesellschaft der Bildenden Künste (IGBK) und der Landesakademie für Schulkunst, Schul- und Amateurtheater Schloss Rotenfels. In Zusammenarbeit mit dem Museum für Neue Kunst im ZKM | Zentrum für Kunst und Medientechnologie Karlsruhe sowie dem Bund Deutscher Kunsterzieher (BDK), dem Bundesverband der Jugendkunstschulen und Kulturpädagogischen Einrichtungen (BJKE), der Bundesvereinigung Kulturelle Jugendbildung (BKJ) und der Bundesvereinigung Soziokultureller Zentren.
Nothing to declare - Nichts zu deklarieren
Der Katalog zur gleichnamigen Ausstellung in Friedrichshafen und Kreuzlingen sowie Bregenz thematisiert den Bodensee-Raum und seine immer noch vorhandenen Grenzen zwischen Deutschland, Österreich und der Schweiz, die einer künstlerischen Recherche unterzogen werden. Da Grenzen immer auch Regionen bilden, zu denen man sich zugehörig fühlt, werden mit den gezeigten künstlerischen Arbeiten auch Fragen nach Identität und Identifikation gestellt. Neben den Texten des Kuratoren- und Projektteams umfasst der Katalog Kurzbeschreibungen und Kurzbiografien aller KünstlerInnen und Künstlergruppen und ein Verzeichnis der Ausstellungsorte mit Orientierungskarten.
