Markus Orths
Personal Information
Description
Deutscher Schriftsteller und Übersetzer.
Books
Museumsschreiber 4 NRW
Das Literaturbüro NRW gibt ab dem Jahr 2006, unterstützt von der Stadtwerke Düsseldorf AG und dem Kulturamt Düsseldorf, und ab 2012, unterstützt von der Kunststiftung NRW, die Buchreihen ‚Museumsschreiber Düsseldorf' und ‚Museumsschreiber NRW‘ heraus. Renommierte Autoren und Autorinnen verfassen jeweils einen literarischen Text über die Sammlung eines der Düsseldorfer Museen. Die dabei entstehenden Texte werden so unterschiedlich sein wie die Museen: Essays, Gedichte, Kurzgeschichten etc. So entsteht ein literarisch geprägtes Gesamtbild der Düsseldorfer und NRW-Museumslandschaft. Die Bände sind durchgängig farbig gestaltet, versehen mit zahlreichen Abbildungen. In diesem Band stellt Markus Orths das Max-Ernst-Museum in Brühl vor, das sich den Werken des Dadaisten und Surrealisten Max Ernst widmet.
Irgendwann ist Schluss
Das Leben ist ein wilder Kampf und die Sprache die wichtigste Waffe. Mit Rasanz, Witz und Leidenschaft erzählt Markus Orths von Menschen, die sich gegen uralte Ängste wehren und gegen konkrete existenzielle Bedrohungen; Menschen, die um Liebe und Erkenntnis ringen, um Sicherheit, Würde und Selbstbestimmung: Ein Mann flüchtet sich vor vermeintlichen Feinden in den Palast seiner Kindheit und wird dabei zu einem Gefangenen seiner selbst. Ein Wutbürger verklagt die Bundesrepublik Deutschland. Ein Konzernchef wird in die Falle gelockt und mit seinen Opfern konfrontiert. Überall geht es ums Ganze: beim Therapeuten, auf einer einsamen Insel, beim Ghostwriting von Dissertationen oder bei der abenteuerlichen Suche nach dem lang Ersehnten. Markus Orths spielt in seinen neuen Storys variantenreich und virtuos mit Genres und Situationen, die jederzeit ins Groteske kippen können – als sei das Leben die Konstellation auf einem Snookertisch, ein Kammerspiel im Restaurant oder das Drehbuch zu einer Fernsehsoap. Unbekümmert werden dabei die Rollen getauscht, Erwartungen durchbrochen und jede Menge Haken geschlagen. Und immer wieder schreit oder flüstert jemand: 'Irgendwann ist Schluss.'
Ein kleines bisschen anders
30 Geschichten erzählen von Unterschieden und Gemeinsamkeiten und davon, dass man gut so ist, wie man eben ist. Jedes Kind ist etwas ganz Besonderes. Juli hört gar nicht mehr auf zu quasseln, Lia spricht nur mit Tieren und Youssry redet gar nicht, weil ihn sowieso keiner versteht. Mädchen können echt doof sein. Aber Jungs auch! Manchmal ist man ganz klein vor Furcht und manchmal so mutig, dass man sogar anderen helfen kann.
Der reichste Junge der Welt
Als Jakob und sein Papa am Abend von einer Party zurück in ihr großes Haus am Waldrand kommen, ist das Haus leer, jedes Zimmer vollkommen leer. Alles ist weg: Die superteuren Möbel! Die Kronleuchter! Der Computer, der Kühlschrank, sämtliche Spielsachen! Selbst Jakobs dickes Buch über die Fußballweltmeisterschaften - einfach weg! Einbrecher waren mit einem riesigen Lastwagen angerückt und haben einfach alles mitgenommen. Als die Polizei wieder weg ist, stehen Jakob und sein Papa allein im viel zu großen Haus. Und nun? Was sollen sie jetzt machen, wo sollen sie schlafen? Da hat Jakobs Papa eine Idee.
Das Zebra unterm Bett
Eines Morgens liegt unter Hannas Bett ein echtes Zebra. Hanna nimmt Bräuninger mit in die Schule. Ein Zebra im Unterricht? Das geht nicht! Da Bräuninger aber verflixt gut schreiben, rechnen und turnen kann, darf er bleiben. Zumindest fürs erste. Diesen Schultag werden die Kinder nie vergessen: Schreiben lernen auf Bräuningers Streifen! Doch plötzlich erscheinen zwei Zoowärter und führen Bräuninger ab. Was soll Hanna jetzt machen?
Eigentlich Heimat
Welches Verhältnis entwickeln wir zu Orten, die unsere Identität in der Kindheit oder im gegenwärtigen Leben prägen? Autorinnen und Autoren aus Nordrhein-Westfalen haben sehr unterschiedliche Antworten zu "ihren" Orten gefunden: erinnernd, fiktional, beschreibend, augenzwinkernd. Nordrhein-Westfalen ist kein homogenes und im eigentlichen Sinne identitätsstiftendes Land. Es setzt sich zusammen aus vielen Regionen, die in ihrer Eigenart zur Identifikation, aber auch zur kritischen Abgrenzung einladen. In 29 Texten spielt dieses NRW als Herkunftsregion, als Zukunftsort oder als Ort einschlägiger Erfahrung eine Rolle. Ob Rainer Merkel im Stadtwald seine Runden dreht oder die Leser mit Frank Goosen das schöne Mädchen vom Wertstoffhof treffen, ob für Liane Dirks die Kölner Domplatte zum Erinnerungsort wird oder Esther Kinsky anhand einer Kiesgrube in Römlinghoven von der frühen Bundesrepublik erzählt literarisch leuchtet das Land im Westen auf besondere Weise. Die Kunststiftung NRW nimmt ihr 25. Gründungsjubiläum zum Anlass, zeitgenössische literarische Stimmen aus Nordrhein-Westfalen in einer Anthologie zu Wort kommen zu lassen. Eine literarische Landkarte entsteht.
Catalina
Was, wenn ein Mädchen sich entscheidet, als Mann zu leben? Ihre Haare abschneidet, Männerkleidung trägt und ihr Verhalten der neuen Rolle anpaßt? Was, wenn sie die fremde Identität mit der Zeit immer mehr verinnerlicht? 'Ganz von vorn beginnen, ein neuer Mensch, selber zusammengenäht, selber gestrickt in der Finsternis.' CATALINA: Das ist die Geschichte von Catalina de Erauso, die im 17. Jahrhundert lebte, eine schmale Autobiographie hinterließ und ein unglaubliches Leben führte. Markus Orths erfindet dieses Leben noch einmal neu: packend, rasant, kenntnisreich und voll unglaublicher Ereignisse und Wendungen. An einem strahlend blauen 'Sonnenregentag' in San Sebastián wird Catalina als sechstes und letztes Kind von María Pérez de Galarraga y Arce geboren. Ihr zehn Jahre älterer Bruder Miguel, zu dem Catalina eine innige Beziehung entwickelt, entfacht in ihr eine Sehnsucht nach der Neuen Welt: die Silberminen Potosís, der damals reichsten Stadt Südamerikas, größer noch als Paris, Rom oder London. Als Miguel die Familie für immer verläßt und nach Potosí aufbricht, hat Catalina nur noch einen Wunsch: Ihm hinterherfahren! schwor sie, und etwas Neues füllte sie aus, etwas, an das sie sich klammern konnte, von nun an, für immer, etwas, an das sie mit Besessenheit glauben konnte, ein Ziel, ein Sinn, eine Aufgabe.' Und was sie auf dem Weg von San Sebastián nach Neu-Spanien, Chile und Peru erlebt, ist die atemberaubende Geschichte einer verzweifelten Suche nach dem anderen, die zugleich die Suche nach sich selbst ist.
Requiem
Picknick im Dunkeln
Treffen sich Stan Laurel und Thomas von Aquin im Dunkeln … Markus Orths neuer Roman, eine urkomische und todernste Geschichte Eine unglaubliche, unerhörte Begegnung, die den Bogen spannt über siebenhundert Jahre Weltgeschichte: Zwei Männer treffen sich in vollkommener Finsternis. Sie wollen ans Licht, unbedingt. Sie tasten sich voran, führen irrwitzige Gespräche und teilen die Erinnerungen an zwei haarsträubend unterschiedliche Leben. Die Männer? Stan Laurel und Thomas von Aquin. Der begnadete Komiker trifft auf den großen Denker des Mittelalters. Warum hier? Warum jetzt? Warum gerade sie beide? Genau dies müssen sie herausfinden, um endlich ans Licht zu gelangen. „Picknick im Dunkeln“ ist eine aufregende philosophische Reise, eine urkomische und todernste Geschichte über die großen Fragen des Lebens.
Der bescheidenste Autor der Welt
„Dieses Buch ist das lustigste, traurigste, klügste, spannendste und ergreifendste Buch, das jemals in unserer Galaxie, in unserem Universum verfasst wurde.“ „Ich dachte, du bist der bescheidenste Autor der Welt?“ „Ja, aber nur nach außen hin.“ Wie und warum schreibt jemand? Dieser Frage stellte sich Markus Orths in vier Poetikvorlesungen an der Universität Bamberg – oder besser: in einer großartigen, phantasiereichen Poetik-Erzählung. In ihr begibt sich ein (erfundener?) Autor namens Markus auf die Suche nach den Geheimnissen seines Schreibens. Er stürzt in den Strudel einer abenteuerlichen Reise – voller Gefahren, Irrwege, Abschweifungen und Kindheitserinnerungen. Neben anderen Herkules-Taten (ein Ungeheuer wird getötet, eine Prinzessin gerettet, Wölfe bekämpft) entsteht dabei auch ein neues Buch, selbstironisch und aberwitzig.
Fluchtversuche
Schräg ins Leben gebaut sind sie alle: Eine reiche, weltberühmte Schönheit lädt einen völlig unbekannten Mann in ihre Villa nach Andalusien ein, doch der Aufenthalt entwickelt sich ganz anders als erhofft; ein Schriftsteller wird von seinem neuen Nachbarn erpreßt und muß sich dessen "geniale Idee" für eine Geschichte anhören; jemand stellt entsetzt fest, daß eigentlich schon alles gesagt worden ist und erfindet ein Überhörgerät; und in ungeheurer satirischer Überspitzung muß ein Mann namens Martin die Beerdigung seiner Frau organisieren, unterstützt vom Sarghändler Gernot, auf dessen Schaufenster schon der passende Werbeslogan steht: 'Bei uns liegen Sie richtig'. In den neuen Geschichten von Markus Orths geht es um verrückte Fluchtversuche, um gewagte Auf- und Ausbrüche. Es geht um unser Leben, das wir so oft aufschieben und in eine ferne Zeit verlegen. Oder um die Chance, es endlich entschlossen am Schopf zu packen, auch wenn man nie weiß, was geschehen wird. Genau wie in diesen Erzählungen: Jede von ihnen birgt eine Überraschung, das ganze Buch ist eine Wundertüte: skurril, hintersinnig, berührend oder voller Humor - Markus Orths beherrscht jede Tonlage.
Alpha & Omega
Auf einmal ist es da: ein Schwarzes Loch in Nevada. Von Physikern erschaffen. Ein Unding, das die Erde Stück für Stück verschlingt. Und jetzt? Vielleicht kann Omega Zacharias helfen. Immerhin ist sie der erste Mensch mit drei Hirndritteln und verfügt über spektakuläre telekinetische Fähigkeiten. Obwohl sie eigentlich lieber über Laufstege schwebt und Tennis spielt, stürzt sie sich in den Kampf. Mit von der Partie sind ihr Bruder Alpha und einige kuriose Helden: der reichste Mann der Welt, ein fliegender Magier und Spiele-Erfinder, ein schwuler Buddha, ein fußballbegeisterter Müllmann und seine esoterisch bewanderte Frau, eine sexbesessene Teilchenphysikerin und ein mutiger Performancekünstler. Erzählt und aufgezeichnet wird Omegas Geschichte von Elias Zimmermann, der aus dem Jahr 2525 in unsere Gegenwart reist. Er begleitet Omega und ihre Freunde auf ihrem irren Trip und blickt zugleich auf die absurden Auswüchse der heutigen Zeit. In seinem zehnten Buch zieht Markus Orths meisterhaft alle Register seines Könnens: Alpha & Omega ist eine grandiose Erlöser- und Wissenschaftsparodie, die immer schwindelerregendere Kapriolen schlägt.
Die Tarnkappe
Unsichtbar sein. Sehen können, ohne selber gesehen zu werden. Dinge tun, ohne Konsequenzen fürchten zu müssen: Jeder hat sich das schon einmal gewünscht. Simon Bloch, Mitte vierzig, erhält eine solche Chance. Seinen Lebenstraum, Filmkomponist zu werden, hat er längst beerdigt und sich eingenistet in alltäglicher Routine. Da gelangt er vollkommen unerwartet in den Besitz einer seltsamen Kappe. Als er sie aufsetzt, verschwindet er vor seinen eigenen Augen und spürt "ein Knistern, etwas, was tief in ihm geschah und zugleich auf der Oberfläche, ganz so, als kehre sich alles Verborgene nach außen und alles Äußere nach innen". Blochs Leben gerät aus den Fugen. Zunächst versetzen ihn die neuen Möglichkeiten in einen Rausch. Doch bald werden seine Fragen dringlicher: Wer hat ihm die Tarnkappe zugespielt? Wie funktioniert sie überhaupt? Und: Was macht sie mit ihm? Um das herauszufinden, muss Simon Bloch Dinge tun, die er niemals für möglich gehalten hätte. Markus Orths verleiht einem faszinierenden literarischen Motiv seinen eigenen mitreißenden Sound. Ein Schwindel erregender, wilder Trip ins Nichts: hinein in das, was wir nicht sehen können, oder nicht sehen wollen.
Lehrerzimmer
»Die Lüge, sagte er gleich zu Beginn, das solle ich verinnerlichen, sei das Elixier der Schule. Jeder hier an der Schule lüge. Er, der Direktor, zuallererst.« Studienassessor Kranich, Englisch, Deutsch, lernt bereits an seinem ersten Schultag, auf welche vier Säulen sich das gesamte Schulsystem stützt: Angst, Jammer, Schein und Lüge. Leider wohnt Kranich am falschen Ort, das gibt ein dickes Minus in der Leistungsbeurteilung – die wirklich wahren Kompetenzen eines jeden Lehrers, erfährt er, seien die Schlüsselkompetenzen. Für jeden gefundenen, vielmehr erbeuteten Schlüssel, den er Direktor Höllinger beibringt, kommt er weiter nach oben …
Das Zimmermädchen
Lynn Zapatek putzt im Hotel Eden, und sie putzt gründlich. Wo andere Zimmermädchen nichts mehr sehen, fängt es bei Lynn erst an. Immer länger bleibt sie in den Zimmern, gebannt von allem, was sie dort sieht und findet: Zettel, Bücher, Kulturbeutel, Medikamente. Zunächst ist Lynn noch vorsichtig, dann wird sie immer dreister. Sie beschnuppert nicht nur die fremden Kleider, sie zieht sie auch an. An einem Dienstag hört Lynn Schritte auf dem Flur und weiß sofort, sie werden Halt machen vor dem Zimmer, in dem sie steht und längst nicht mehr stehen darf. Sie hört den Schlüssel im Schlüsselloch und ihr bleibt nur ein einziger Zufluchtsort: Lynn kriecht unters Bett und verbringt die Nacht dort. Mit dem Gast über ihr. Den anderen auf den Leib rücken, ihrem Leben nachspüren: Lynn weiß schnell, dass sie es wieder tun wird, tun muss. Von nun an liegt sie jeden Dienstag unter den Betten der Gäste und lauscht auf das, was über ihr geschieht. Den Menschen nah und zugleich fern: wie unsichtbar. Das Zimmermädchen ist das intensive Porträt einer eigenwilligen, obsessiven jungen Frau. Es ist die intime Geschichte einer Suchenden, die wissen will, wie den Menschen gelingt, was ihr selbst so schwerfällt - das Leben. Eins ist sicher: Nach der Lektüre des Zimmermädchens wird man nie wieder in einem Hotel übernachten, ohne vorher unters Bett zu schauen.
