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Wolfgang J. Mommsen

Personal Information

Born November 5, 1930
Died August 11, 2004 (73 years old)
Marburg, Germany
Also known as: Wolfgang Justin Mommsen, Wolfgang Mommsen
27 books
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Description

German historian

Books

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Imperial Germany 1867-1918

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The German Empire owed its existence to a 'revolution from above' but in time its citizens came to perceive it as the embodiment of the German nation state. The power of the Prusso-German state - with its outward splendour and military pageantry, and with the prestige that it began to enjoy within the system of European states - gradually came to outweigh older, more broadly based traditions of cultural identity. The studies in this book are the harvest of more than 20 years intensive research into the history of the German Empire by one of Germany's leading historians. Taken together, they offer a cogent analysis of the main developments and issues in a formative and portentous period of Germany's history.

1848

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1848 – eine Revolution im europäischen Zusammenhang Aus der Feder des renommierten Historikers Wolfgang J. Mommsen ist hier eine grundlegende Studie zu verzeichnen, die die revolutionären Strömungen im Europa der 1830er und 1840er Jahre umfassend darstellt. Er weist darin nach, dass die Freiheitsbewegung in Deutschland weder singulär noch unvorbereitet entstand, sondern eingebettet ist in den Zusammenhang der gesellschaftlichen und politischen Krisen der 1840er Jahre, die ja auch in Deutschland lange vor dem Ausbruch der Revolution bereits zu heftigen Diskussionen innerhalb des liberalen Lagers geführt hatten. Bereits im Vorwort räumt Mommsen ein, dass er „dem Fachmann … im Detail wenig Neues" sagen wird, dass er vielmehr „eine Synthese" der Forschungsansätze und Interpretationsmöglichkeiten „aus einer neuen Perspektive, gestützt auf die Ergebnisse der neueren Forschung" bietet. So ist hier auf etwas über 300 Seiten eine Zusammenfassung der Strömungen, die schließlich in die Revolutionen von 1848 mündeten, und der Ereignisse zwischen der Offenburger Versammlung vom September 1847 und der Kapitulation der Festung Rastatt im Juli 1849 gelungen. So wird auch deutlich, welchen Auftrieb der Ausgang des Sonderbundskrieges in der Schweiz mit dem Sieg der Liberalen und das Versprechen des Königs von Piemont-Sardinien, eine liberale Verfassung einzuführen, der liberalen Sache geben konnten. Andererseits stellt Mommsen klar heraus, dass auch das Scheitern der Revolution nicht auf eine Ursache allein zurückzuführen ist, sondern seinerseits wieder aus einem ganzen Geflecht von Bedingungen herrührt. Der Autor betont mehrfach, dass das Buch „einer jüngeren Generation, die in die demokratische Ordnung hineingewachsen ist", ein Gefühl für die Opfer vermitteln soll, die zur Erreichung des liberalen Traums von der Freiheit gebracht wurden. Der Rezensent schließt sich diesem Wunsch an und sieht ihn nicht nur auf die jüngere Generation beschränkt. Vielleicht kann ja so auch die vielgeschmähte erste Strophe des Deutschlandliedes einmal wieder als das gesehen werden, was sie 1842 eigentlich war: das hohe Lied von den revolutionären Zielen der Liberalen. (Quelle: [Zentrale für Unterrichtsmedien im Internet](