Rolf Raasch
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German opinion journalist, sociologist and publisher
Books
Neoanarchismus in Deutschland
Wie kam es in einer Zeit sozialer und politischer Auf- und Umbrüche, in der die Momente jugendlicher Subkulturen und radikaldemokratischer Prostestformen zusammenwirkten, zur Wiederentdeckung des Anarchismus und eines zeitlosen sozialpolitischen Phänomens: der Anarchie? Diese Bestandsaufnahme der Entwicklung vom Antiautoritarismus der „68er-Bewegung“ sowie undogmatischer oppositioneller Bestrebungen in der der DDR geht dieser Frage nach. Dabei stellen die Autoren fest, dass die historische Rolle des Neoanarchismus bei der Modernisierung der hiesigen gesellschaftlichen Verhältnisse und Beziehungen gemeinhin unterschätzt wird. Antiautoritäre Jugendbewegung, Außerparlamentarische Opposition (68er), Neue Soziale Bewegungen, Grüne Parteigründungen bis hin zur ökonomischen Entschlackung bürokratischer Prozesse und flachen Hierarchien in Unternehmen – vermittelt über diese Entwicklungslinie ─ sind im Verlauf der vergangenen fünf Jahrzehnte Motive der Subkultur, des Marxismus, der Kritischen Theorie und eben auch des Neoanarchismus aufgegriffen, herrschaftskonform zugerichtet und ins Establishment integriert worden. Ohne Frage ist die Gesellschaft darüber auch ein Stück demokratischer und offener geworden. Jedoch scheint das Projekt des emanzipatorischen Fortschritts mittlerweile festzustecken. Kulturpessimismus grassiert angesichts der Wiederkehr rückwärts gewandter religiöser Vorstellungen und ihrer Rückwirkung auf das gesellschaftliche Miteinander sowie neuer, sozial „angepasster Formen des Rechtsextremismus und Antisemitismus. Globalisierungseffekte, Cyberüberwachungswahn, Optimierungszwang in sämtlichen Lebensbereichen, die näher rückende Endlichkeit natürlicher Ressourcen, Klimawandel usw. tun ihr Übriges.
B. Traven und Mexiko
Mexiko war während des Nationalsozialismus zu einem der bedeutendsten Asylländer für europäische Immigranten geworden. Noch davor stellte es für den „Asylanten“ B. Traven ab 1924 den wichtigsten literarischen und persönlichen Bezugspunkt dar. Er betrieb dort seine existenzielle Verwandlung vom deutschen Schriftsteller, Schauspieler und individual-anarchistischen Revolutionär namens Ret Marut zum mexikanischen Autor B. Traven. Dieses Buch möchte durch den Blick auf das Leben und Werk des faszinierenden Schriftstellers B. Traven ein Bild der politischen und sozialen Probleme Mexikos vermitteln. Zugleich will es Neugier bei denjenigen wecken, die dort nicht nur Urlaub machen wollen, sondern an den Hinter- und Untergründen im Leben der „Bereisten“ interessiert sind. Anhand der in Mexiko entstandenen Bücher des deutsch-mexikanischen Schriftstellers B. Traven, der sein Werk in engagierter Weise den Lebensverhältnissen der indianischen Bevölkerung gewidmet hat, soll die historische und politische Wirklichkeit des Landes bis in die heutige Zeit aufgezeigt werden. Eines ist dabei verblüffend: Vieles, was der Autor zu seiner Zeit an sozialen Problemen so eindringlich beschrieben und kritisiert hat, ist bis heute weiterhin aktuell. Das Buch ist so aufgebaut, dass sich jeweils eigene Kapitel über Biografisches, Literarisches, sowie Politisches und Geschichtliches chronologisch aufeinander beziehen. So ergibt sich ein Panorama, das den Zusammenhang von Leben und Arbeit des Autors parallel zur politischen und sozialen Entwicklung des Landes bis in die jüngere Zeit sichtbar werden lässt. (Quelle: [Datenbank des deutschsprachigen Anarchismus](
Die richtige Idee für eine falsche Welt? Perspektiven der Anarchie
17 Beiträge setzen sich mit unterschiedlichen Fragen des Anarchismus, mit seinen Grenzen und Möglichkeiten auseinander und versuchen eine aktuelle Positionsbestimmung des Anarchismus vorzunehmen. Beiträge über grundsätzliche und theoretische Fragen, über die Geschichte des Anarchismus, rechten und linken Anarchismus, Bildung von Netzwerken, Möglichkeiten anarchistischer Praxis u.a.
