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Gert Loschütz

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Born September 7, 1946 (79 years old)
Genthin, Germany
Also known as: Gert Loschutz, G. Loschutz
13 books
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Description

Deutscher Schriftsteller.

Books

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Dunkle Gesellschaft

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5

Thomas, den Binnenschiffer, hat es von den Flüssen in die niedersächsische Provinz verschlagen, wo das Land weit ist und der Himmel tief hängt. In zehn Regennächten erinnert er sich an phantastische Begebenheiten, an Stationen seiner abenteuerlichen Reise, auf die ihn das Leben geschickt hat. Immer wieder ist er einer Gruppe von schwarzgekleideten Leuten begegnet, deren Auftauchen Unheil und Katastrophen ankündigt, eben jener Dunklen Gesellschaft, von der ihn schon sein Großvater gewarnt hat. Jedes Kapitel spielt zu einer anderen Zeit, an einem anderen Ort – Berlin, London, New York, Rom, Wien, in einer brandenburgischen Kleinstadt an der östlichen Spree – und entfaltet eine magische Spannung und apokalyptische Suggestivkraft, eine immer wieder ins Magisch-Surreale hinübergleitende Welt.

Unterwegs zu den Geschichten

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Gert Loschütz berichtet in diesem Buch von Aufbrüchen zu neuen Orten ebenso wie zu neuen Geschichten: Fahrten nachts über das Land; die Flucht dreier Frauen vor der Polizei; ein Mann, den eine seltsame Furcht aus seiner Wohnung vertreibt; eine erschreckende Entdeckung auf dem Friedhof; ein Mann, der aus seinem unstillbaren Hunger einen Beruf gemacht hat; ein Hilferuf, der in eine Parkbank eingeritzt ist; eine langsame Trennung im Herbst; der Versuch einer Rückkehr an den Ort der Kindheit. Es sind Geschichten von Orten und Leuten, Unterwegsgeschichten, von denen einer wie nebenbei berichtet, bevor er weiter muss. Auf dem schmalen Grat zwischen Erinnerung und Beobachtung angesiedelt, schwanken sie zwischen erfundenen und erfahrenen Erlebnissen. Es sind sowohl kleine Geschichten, die sich in einen größeren Zusammenhang einfügen, als auch längere Erzählungen. Das Grenzgebiet zwischen dem Erleben und dem Ausdenken, zwischen dieser und jener Welt, wird genutzt und nach beiden Seiten hin verlassen, denn schon im Moment des Notierens beginnt das Umformen, das literarische Erzählen, für das die Wirklichkeit nur Material ist. Dem glücklichen Zufall, der im Leben über Veränderung entscheiden kann, wird hier ebenso nachgespürt wie dem zufälligen Glück beim Überschreiten der Grenze im Schreiben.

Der Sammler des Schreckens

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Ein Mann klettert eines Tages im Berliner Zoo in den Bärenkäfig. Noch unter Schock stehend wird er gerettet und redet auf dem Weg ins Krankenhaus davon, dass in seiner Tasche ein Feuerwerk stecke. Da am nächsten Tag in Berlin eine Großdemonstration angesetzt ist, vermutet die Polizei, dass sie einem Terroristen auf die Spur gekommen ist. Die verzweifelte Suche nach der Aktentasche mit der Bombe beginnt. Zu diesem Zeitpunkt setzt die Spielhandlung ein. Spielort ist das Krankenzimmer des Mannes. Während die Polizei die Aktentasche sucht, um ein Blutbad zu verhindern und den Terroristen zu überführen, führt uns Gert Loschütz das Psychogramm eines Menschen vor, der durch die täglichen Nachrichten in den Medien terrorisiert ist. In langen poetischen Monologkaskaden wird sein verzweifelter Blick auf eine Welt sichtbar, deren Schrecken er in Form von Zeitungsmeldungen sammelt. DER SAMMLER DES SCHRECKENS ist eine tragisch-absurde Farce und zugleich ein Stück über Wahrnehmung. Es stellt die Frage nach der Wirkung von Bildern und Worten auf unsere Erfahrung, die Frage, inwieweit sie unsere Haltung zur Welt bestimmen.

Flucht

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Für Karsten Leiser ist es nicht Sommer, wenn es nicht nach Kamille riecht, sind Pappeln keine Pappeln, wenn sie nicht an einem Kanal stehen, sind Straßen keine richtigen Straßen, wenn es keine Chausseen sind. In einer schlaflosen Nacht erzählt er seiner Freundin Vera, warum das so ist: Seine Landschaft ist immer die Landschaft seiner Kindheit geblieben, die er eines Morgens für immer verlassen musste. "Sieh dir alles genau an, weil du es nicht wiedersiehst", sagt die Mutter am Vorabend ihrer Flucht aus der DDR zu dem Jungen. Und Karsten prägt sich alles ein und kehrt nun jedes Mal, wenn sich der besagte Tag jährt, zu seinen Erinnerungen zurück. Ganz gleich, wie weit er als Reisejournalist reist, in wie vielen Hotels er übernachtet, um die entscheidende erste Nacht im Hotel ungeschehen zu machen, die Vergangenheit holt ihn immer wieder ein, wie jener lederne Koffer von damals, den er einfach nicht loswird.

Das Pfennig-Mal

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Das Märchen vom Clown, der durch die Welt irrt, weil er seinen Zirkusdirektor verraten hat.

Chicago spielen

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Zwei Halbstarke haben einen Flötisten in ihre Gewalt gebracht. Sie erklären nicht, warum sie ihn frühmorgens aus dem Bett gezerrt haben. Und sie spielen das Würfelspiel "Chicago", nach dessen Regeln es nicht wie üblich einen Gewinner gibt, sondern einen Verlierer. Die Geiselnehmer entpuppen sich als Ordnungshüter, obwohl ihre Aufmachung und ihr Verhalten dagegen sprechen. Der Flötist schnappt nur Gesprächsfetzen über das, was eigentlich vorgeht, auf: Staatsbegräbnis, Sicherstellung von Staatsfeinden, heimliche Liebschaften. Die Situation wird immer undurchsichtiger und bedrohlicher für ihn, zumal sich die Herren der Macht offenbar an keine Regeln halten müssen – außer beim "Chicago"-Spiel. Eine Groteske auf staatliche Allmacht.

Diese schöne Anstrengung

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Gert Loschütz' Gedichte sind, bei aller poetischen Phantasie, durchdacht: Sie teilen sich dem Leser mit. In einer nicht alltäglichen Sprache können sie vom Naheliegenden sprechen. Aber Dinge, Begegnungen, Begebenheiten des Alltags werden nicht einfach hingestellt, sondern poetisch durchdrungen in Bild und Metapher, de über das Gewohnte, Sichtbare und Faßbare hinaus die Wirklichkeit erschließen, auch in ihren verborgenen Winkeln. Entfremdung wird nicht einfach behauptet, sondern in konkreten Verhaltensweisen und Zuständen ausfindig gemacht - mit der Sehnsucht nach Momenten, in denen alles zueinander passt...

Ortswechsel

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ORTSWECHSEL, dieser Titel umkreist wie "Unterwegs zu den Geschichten" oder "Flucht" ein zentrales Thema im Werk von Gert Loschütz. Der Titel bezieht sich auf einen ganz konkreten Ortswechsel, also auf einen Umzug in eine andere Stadt, wie auch auf einen Ortwechsel im übertragenen Sinn. Hier treten auf: Friedrich Hölderlin, der bei dem Versuch, den zugefrorenen Main zu überqueren, im Eis eingebrochen ist. Außerdem: ein junger Mann, der, wie Hölderlin 200 Jahre zuvor, als er seine Hauslehrerstelle bei den Gontards antrat, gerade in Frankfurt angekommen ist und dessen Lebenssituation und Lebensgefühl der Verunsicherung sich mit der Hölderlins verschränkt. Und schließlich ein Gerichtsmediziner, der sich nach dem Tod dieses jungen Mannes für dessen Schicksal zu interessieren beginnt und seine Papiere an sich nimmt.

Von Buch zu Buch

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Diese Dokumentation versucht, einen Überblick über die wichtigsten Rezensionen der Bücher von Günter Grass zu geben. Im Anhang Auzüge aus ausländische Rezensionen, Literaturhinweise und eine vollständige Bio- und Bibliographie.

Die Bedrohung

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Mit dem Tag, an dem Anders einem Elbenmädchen das Leben rettet, ist es mit der friedlichen Zeit im Tal vorbei. Dem Ungeheuer, das Madras bedrohte, folgen noch weitere. Die Angst der Menschen ist groß, und so hören sie nur allzugern auf Ger Frey, der ihnen seine Hilfe anbietet. Es kommt zum Kampf zwischen den Ungeheuern und den Menschen, den diese ohne das Eingreifen der Elben nicht hätten überleben können. Doch die Menschen danken es ihnen nicht, im Gegenteil. Sie geben den Elben die Schuld an allem, wollen sie vertreiben, ja, manche wollen sie sogar töten. Anders weiß, dass er hier nicht mehr leben kann. Gemeinsam mit Madras geht er in das Land jenseits der Berge. Dort erfahren sie, wer Ger Frey wirklich ist und was er mit den Menschen im Tal vorhat. Wenn sie das verhindern wollen, müssen sie zurückkehren und die Macht Ger Freys brechen.

Besichtigung eines Unglücks

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Im Dezember 1939 kommt es vor dem Bahnhof von Genthin zum schwersten Zugunglück, das sich jemals auf deutschem Boden ereignet hat. Zwei Züge prallen aufeinander, zahlreiche Menschen sterben. In einem davon sitzt Carla, die schwer verletzt überlebt. Verlobt ist sie mit Richard, einem Juden aus Neuss, aber nicht er ist ihr Begleiter, sondern der Italiener Giuseppe Buonomo, der durch den Aufprall ums Leben kommt. Das Ladenmädchen Lisa vom Kaufhaus Magnus erhält den Auftrag, der Verletzten, die bei dem Unglück alles verloren hat, Kleidung zu bringen. Aber da gibt Carla sich bereits als Frau Buonomo aus. Was versucht sie zu verbergen? Von diesem mysteriösen Vorfall erfährt viele Jahre später Lisas Sohn Thomas Vandersee, dem die Mutter zugleich ihre eigene Liebes- und Unglücksgeschichte erzählt. Kann er Carlas Geheimnis ergründen? Hängt es womöglich mit seiner eigenen Familie zusammen? Vor dem Hintergrund einer historischen Katastrophe erzählt der Romancier Gert Loschütz eine große, unter die Haut gehende Geschichte von Liebe und Verrat.

Ein schönes Paar

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Beim Ausräumen seines Elternhauses stößt der Fotograf Philipp auf einen Gegenstand, der in der Geschichte seiner Eltern eine entscheidende Rolle gespielt hat. Die beiden, Herta und Georg, waren ein schönes Paar. Philipp erinnert sich an ihr junges Liebesglück, ihre Hoffnungen und Gefährdungen, an die überstürzte Flucht seines Vaters aus der DDR in den Westen. Das hätte, da ihm die Mutter und der Junge ein paar Tage später folgten, der Beginn eines erfüllten Lebens sein können, tatsächlich aber trug die Flucht den Keim des Unglücks in sich. Nach und nach geht Philipp das Paradoxe der elterlichen Beziehung auf: Dass es die Liebe war, die ihre Liebe zerstörte. Damit aber ist die Geschichte, die auch sein Leben überschattet hat, nicht vorbei. Am Ende stellt er fest, dass Herta und Georg all die Jahre über miteinander verbunden waren, auf eine Weise, die sie niemandem, nicht einmal sich selbst, eingestehen konnten. Ein ergreifender Roman über Liebe und Vergänglichkeit vor dem Hintergrund der deutschen Teilung.