Peter J. Katzenstein
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German academic
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Cultural Norms and National Security
Nonviolent state behavior in Japan, this book argues, results from the distinctive breadth with which the Japanese define security policy, making it inseparable from the quest for social stability through economic growth. While much of the literature on contemporary Japan has resisted emphasis on cultural uniqueness, Peter J. Katzenstein seeks to explain particular aspects of Japan's security policy in terms of legal and social norms that are collective, institutionalized, and sometimes the source of intense political conflict and change. Culture, thus specified, is amenable to empirical analysis, suggesting comparisons across policy domains and with other countries. . Katzenstein focuses on the traditional core agencies of law enforcement and national defense. The police and the military in postwar Japan are, he finds, reluctant to deploy physical violence to enforce state security. Police agents rarely use repression against domestic opponents of the state, and the Japanese public continues to support, by large majorities, constitutional limits on overseas deployment of the military. Katzenstein traces the relationship between the United States and Japan since 1945 and then compares Japan with postwar Germany. He concludes by suggesting that while we may think of Japan's security policy as highly unusual, it is the definition of security used in the United States that is, in international terms, exceptional.
Mitteleuropa
"Mitteleuropa ist Kriegsfrucht" bekennt Friedrich Naumann selbst am Ende seine Neukonzeption der Außenpoltik des deutschen Kaiserreichs. Die ehemhals stark nationalistisch gefärbten, annexionsimperialistischen Vorstellungen deutscher Außenpolitik werden hier den Entwicklungen des ersten Kriegsjahres angepasst. Nach dem weitestgehenden Verlust aller deutschen Kolonien, der englischen Seeblockade und der Realisierung des Zweibunds zwischen der k.u.k Monarchie sowie dem sich anbahnenden Stellungskrieg an Ost- und Westfront passt Freidrich Naumann seine Vorstellungen einer deutschen Hegemonie und Weltgeltung den geschaffenen Realitäten des ersten Weltkriegsjahres an. Der protestantantische Pfarrer, Publizist und Reichstagsabgeordnete versucht so eines seiner dringendsten Anliegen, die Lösung der sozialen Frage in Deutschland und die nationalstaatliche Integration der Sozialdemokratie, durch die Schaffung eines wirtschaftlichen und politischen Großraums unter deutscher Führung zu lösen. Er löst sich damit auch von den Vorstellungen eines imperialistischen Beutekapitalismus und entwickelt eine liberale imperialistische Zukunftsvision der angestrebten deutschen Weltgeltung. Das nach Bismarcks "Erinnerungen" meistverkaufte Buch im Kaiserreich sowie sein Autor werden in der historischen Wissenschaft kontrovers diskutiert. Den einen gilt er als nationalistischer Propagandist des deutschen Kolonialismus und Weltmachtstrebens (Fritz Fischer, Wolfgang J. Mommsen) und anderen als der Vordenker des Sozialstaatsprinzips und des modernen Linksliberalismus (Gangolf Hübinger, Frank-Michael Kuhlemann, Friedrich-Naumann-Stiftung der FDP). Seine vielfache Ambivalenz zwischen radikalem Machtstaat und christlicher Moral, Rechtfertigung der Armenierdeportationen (heute Völkermord) und gleichzeitige Intervention zu Gunsten der jüdischen Siedler, Sozialdarwinismus und Sozialgesetzgebung sowie Nationalismus und Sozialismus trägt zu seiner umstrittenen Rolle in der deutschen Öffentlichkeit bei und macht ihm zum Ideengeber für Politiker jedweder politischer Färbung.