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Leo Brawand

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Born January 1, 1924
Died January 1, 2009 (85 years old)
Hanover, Germany
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Der Spiegel – ein Besatzungskind

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Am 4. Januar 1947 erschien das erste Heft des Nachrichtenmagazins DER SPIEGEL. Gegründet von John Seymour Chaloner, Press Chief der britischen Besatzungsbehörde, und Rudolf Augstein, der bis zu seinem Tode im Jahre 2002 SPIEGEL-Herausgeber blieb. Wem allerdings die Ehre der eigentlichen Urheberschaft am SPIEGEL gebührt, ist eine Frage, die dieses Buch u.a. diskutiert: dem britischen Besatzungsoffizier oder dem ebenso ehrgeizigen wie genialen Rudolf Augstein, der mit dem SPIEGEL eine neue Ära der Berichterstattung in Deutschland eingeleitet hat. Beide hatten am Krieg teilgenommen, beide waren an einem 5. November geboren worden; bei ihrer ersten Begegnung 1946 war Chaloner 21, Augstein 22 Jahre alt. Chaloner, Westminster Dragoon Regiment: "Der Krieg war zu Ende. Ich stapfte durch die zertrümmerten Straßen, wich den Schutthaufen, den zerstörten Mauern aus, den zerbrochenen Abwasserrohren und dem Geruch von Tod. Meine Uniform trennte mich von den Deutschen, die es vermieden, mir offen in die Augen zu sehen..." Augstein, Ex-Leutnant und -Kanonier: "Der Krieg war zu Ende... Wir alle im ehemaligen Königreich Hannover trugen mal mehr mal minder gut gefärbte Wehrmachtsuniformen, und jeder freute sich, dass es im besiegten Deutschland eine britische Besatzungszone gab, nur weil die britische keine russische Zone war." Leo Brawand gibt in diesem Buch ein Stück eigener und deutscher Nachkriegsgeschichte wieder: Er schildert den - besonders von der britischen Besatzungsmacht forcierten - Prozess der Installation der uneingeschränkten Pressefreiheit im Deutschland nach Hitler, eine Leistung, die auch 60 Jahre danach nicht hoch genug zu schätzen ist. Das Buch beleuchtet die Umstände der ersten Zeitungsgründungen nach '45, die unter der Ägide des jungen Majors Chaloner entstanden. DER SPIEGEL mit seinem Vorläufer DIESE WOCHE - als das erste deutsche Nachrichten-Magazin überhaupt - war wohl das ambitionierteste Projekt des britischen Presseoffiziers.

Rudolf Augstein

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Der Mann, der den SPIEGEL machte. Im Spiegel eines großen Autors politischer Biographien. Rudolf Augstein war der einflußreichste Journalist der Nachkriegszeit. Peter Merseburger, bekannt für seine großartig erzählte Brandt-Biographie, legt nach jahrelangen intensiven Recherchen und Quellenstudien ein Lebensbild des SPIEGEL-Gründers vor, das den bedeutenden Publizisten in all seinen faszinierenden Widersprüchen zeigt. Rudolf Augstein hat mit der Gründung des SPIEGEL im Jahr 1947 – da war er gerade 23 Jahre alt – nicht nur das erfolgreichste politische Magazin der Bundesrepublik geschaffen, er hat auch den politischen Diskurs des Landes über Jahrzehnte mitbestimmt. Die Geschichte des »Sturmgeschützes der Demokratie«, wie Augstein den SPIEGEL einmal ironisch nannte, ist auch eine Geschichte der Bundesrepublik. Von vielen bewundert, von nicht wenigen gefürchtet, war Augstein eine faszinierende Persönlichkeit, unabhängig und kritisch, mit Witz und scharfem Verstand begabt. Politiker aller Parteien stießen sich ein ums andere Mal an seinem »Schmutzblatt«. Bei aller prinzipiellen Liberalität schwang jedoch immer ein konservativer Grundton mit, und wie Willy Brandt forderte er die deutsche Einheit, als andere sie längst aufgegeben hatten. Peter Merseburger, Verfasser zweier großer Biographien über Kurt Schumacher und Willy Brandt, ist eine vielschichtige und einfühlsame Biographie dieser genialen und schwierigen Persönlichkeit gelungen.