Christian Kracht
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Description
Schweizer Schriftsteller und Journalist
Books
Gebrauchsanweisung für Kathmandu und Nepal
Christian Kracht und Eckhart Nickel sind 2004 für die Herausgabe des Magazins »Der Freund« nach Kathmandu gezogen. Hier erzählen sie von den Abenteuern und dem Zauber, der vom Leben im bizarren Himalajastaat Nepal ausgeht. Wer mit Christian Kracht und Eckhart Nickel nach Nepal reist, wird zum Zeitzeugen und Zivilisationsforscher zugleich. Er ist mit den beiden vor Ort, als der letzte König mit einem Coup d’État die Macht ergreift – und kurz darauf die Monarchie ihr Ende findet. Der Leser erlebt die Reinkarnation Buddhas unter dem Geburtsbaum des Gottes. Trinkt Tee mit dem maoistischen Premierminister Prachanda. Erfährt, wie der Alltag berühmter Hippies in der Freak Street aussah, warum mit Barney Kessel der Jazz nach Kathmandu kam und was man heute braucht, um preiswert eine eigene Fluglinie zu gründen. Warum man einmal im Jahr das Annapurnamassiv umrunden und zur heiligen Quelle von Muktinath pilgern sollte und wie der Geist von Hermann Hesse in Nepal fortlebt. Namaste!
Ich werde hier sein im Sonnenschein und im Schatten
Der Krieg der Schweizer. Nach "Faserland" und "1979" der lange erwartete, neue Roman von Christian Kracht: "Ich werde hier sein im Sonnenschein und im Schatten" ist die literarische Erfindung eines alternativen Verlaufs der Weltgeschichte seit dem 1. Weltkrieg. Eine spannende Reise ans Ende der Nacht ... Es ist das Jahr 1917. Lenin besteigt n i c h t den plombierten Waggon von Zürich nach St. Petersburg. Die russische Revolution findet n i c h t statt. Stattdessen erlebt die Schweiz einen kommunistischen Umsturz, und die Geschichte des 20. Jahrhunderts entwickelt sich völlig anders als wir sie heute kennen. Christian Kracht beginnt sein neues Werk mit der präzisen Sprache einer Kriegsberichts-Kolportage, nur, dass sich allmählich Elemente des Unwirklichen einschleichen und sich die uns bekannten Parameter mehr und mehr verschieben. So erzählt dieser zunächst historisch anmutende Roman die Geschichte eines Politkommissars, der einen Mord aufklären soll und zur Reduit, zur großen Schweizer Bergfestung, in das Herz der Finsternis, reist. Der poetische Zauber, mit dem sich Christian Krachts düster-schillernder Zukunftsentwurf in fast filmischen Bildern wie ein - durch einen alten Projektor ratternder - Dokumentarfilm auf die Netzhaut des Lesers projiziert, liegt vor allem darin, dass er zwar innerhalb uns bekannter Koordinaten, jedoch in einer uns vollkommen fremden Welt spielt. Einer Welt, in der die Schweiz ein sozialistisches Imperium ist, eine Kolonialmacht, die sich im immerwährenden Krieg befindet. Zugleich Polit-Thriller, Science-Fiction und historischer Roman, führt uns "Ich werde hier sein im Sonnenschein und im Schatten" in eine betörend fremde Welt, an dessen Ende nur die Kraft der Liebe steht.
Die totale Erinnerung
Die paar tausend Touristen und die wenigen Journalisten, die jährlich in die nordkoreanische Hauptstadt Pjöngjang kommen, werden von Aufsehern begleitet und bekommen nur das zu sehen, was das Regime für sehenswert hält. Manche Orte werden für den Blick eigens eingerichtet: Mit Schauspielern, die Fußgänger darstellen, ohne welche zu sein, mit Konsumgütern, die dargeboten werden, aber nicht verfügbar sind, mit Statisten, die das Volk repräsentieren. Kim Jong Ils Volksrepublik ist – für den Außenstehenden – eine gigantische Installation, eine Simulation, ein Theaterstück. Eva Munz, Christian Kracht und Lukas Nikol sind nach Nordkorea gereist, um Bilder von einem Land zu machen, von dem es keine Bilder gibt. Was sie in diesem Bildband zeigen, ist ein Blickfenster in die gigantische 3-D-Inszenierung von Kim Jong Il, in der sie selbst Statisten geworden sind und sein Drehbuch weitergeschrieben haben. Denn den Blick von außen kann es in dieser totalen Installation nicht geben. So haben die Autoren das einzig Mögliche gemacht: Sie kommentieren ihre Fotos mit Zitaten aus dem Regelwerk Über die Filmkunst – eines der Bücher, das der Diktator, der nicht nur Weinflaschen und Mazda RX-7-Sportautos sammelt, sondern auch über eine riesige Filmothek verfügt, zu didaktischen Zwecken verfasst hat.
Metan
Unser Planet Erde wird von einer unsichtbaren Zivilisationsform bewohnt und beherrscht. Lange Zeit existierte sie unerkannt unter uns. Den beiden Autoren Kracht und Niermann ist es gelungen, bei einer Besteigung des Kilimanjaro mit dieser Zivilisationsform in Kontakt zu treten; sie wurden Zeugen bis dahin nicht für denkbar gehaltener und nicht einmal gedachter Erscheinungen. Die Menschheitsgeschichte muss noch einmal völlig neu geschrieben werden. Wir, die Menschheit, stehen unter der Kontrolle eines Machtsystems von einzigartiger Ausdehnung. Spannend geschrieben, zwingend recherchiert und mit eindrucksvollen Fotos versehen, beschreibt »Metan« eine Verstrickung kosmischen Ausmaßes.
New wave
Über die Buchinger-Klinik, Tschernobyl und die ägyptische Buchmesse, über asiatische Suppen und Bienen auf dem Kuchen, über Afghanistan, Ukraine, Paraguay, den Bodensee, die Mongolei, die Schweiz! Christian Krachts Erzählungen und Reportagen spielen überall auf der Welt und sind Glanzstücke zeitgenössischer Literatur. Wenn man die vielen großartigen kurzen Texte und die Reiseberichte liest, die Christian Kracht in den letzten Jahren, oft unterwegs irgendwo auf der Welt, geschrieben hat, hat man das Gefühl, auf schwankendem Boden zu stehen, weil hier auch die Gattungsschubladen souverän ignoriert werden.
Faserland
Ein junger Mann irrt durch die alte Bundesrepublik. Wir schreiben das Jahr 1995, und die Mauer ist gefallen, das interessiert den jungen Mann aber nicht. Von Nord nach Süd lässt er sich treiben, von Sylt zum Bodensee, dann weiter nach Zürich ans Grab von Thomas Mann. Betrunken ist er häufig, angewidert eigentlich ständig. Von den Menschen, dem Land, der Zeit. Geld hat er viel, Stil auch, nur Halt hat er keinen. Er versteht alles, sagt er, dann entgleitet ihm wieder alles. Christian Kracht legt in seinem Debütroman Faserland das hedonistische Zeitalter der Bundesrepublik, legt seine eigene Generation unters Mikroskop. Und findet hinter tausend Marken, hinter tausend Masken, unter einer meterdicken Oberfläche keine Welt. Als Geburt der Popliteratur in Deutschland wurde Krachts schnoddrig-verzweifeltes Debüt bezeichnet. Es war nicht ihre Geburt, es war ihre Hinrichtung.
Der gelbe Bleistift
Endlich! Krachts, Der gelbe Bleistift, als Buch, für alle, die schon alles gesehen und alles getrunken haben, aber lechzen nach Stil, Esprit, Dekadenz, Hybris und einem sanften Touch von politisch korrektem Kolonialherrentum. Ein literarischer Sundowner., Die deutsche Welt am Sonntag. Erst schläft noch alles, dann wird Klassik aufgelegt und es gibt Brötchen mit Ei. Dazu Zeitung: die Welt am Sonntag. Was steht da? Christian Kracht aus Tokio. Die Rubrik im Reise-Teil der Zeitung heißt "Der gelbe Bleistift". Über den Autoren muss man wissen: Kracht lebt seit einigen Jahren in Bangkok und hat vor zwei Jahren mit Eckhart Nickel Ferien für immer geschrieben, das ihn als Traveller der feinen Unterschiede ausgewiesen hat. Nun also erscheint ein Solo-Buch mit Reiseberichten. 20 Stücke sind es ingesamt, gesammelte Erlebnisse aus den Jahren 1992-99. Es sind sehr viel weniger Reiseberichte als atmosphärische Schilderungen, viel weniger Berichte über das Fremde im Ausland als über das Erstaunen, das Vertraute im Ausland anzutreffen: Marken, Menschen, Mentalitäten. Hier geht es um das, was westliche Ausländer in Asien suchen: Business, Drogen, Mädchen, Natur und Exotik. Kracht ist einer, der das Gebot des Subjektiven als Reporter gerne und großzügig befolgt. Ein Moralist ist er, aber die mahnende Pose bleibt immer hinter der Kunstfertigkeit zurück. Und das ist gut so. Dafür, muss man annehmen, liebt er die Freiheit zu sehr, auch die Freiheit, keinen Standpunkt einnehmen zu müssen. Wenn er den "Anarchie-Supermarkt" Goa auseinander nimmt, dann ist das keine Schelte der Sehnsucht nach Anarchie, sondern des Ausverkaufs dieser Sehnsucht. Kracht, der gescheitelte Anarchist: Wenn es mir hier nicht gefällt, dann haue ich wieder ab. Wenn meine Geschichte gerade spannend wird, dann breche ich sie hier einfach ab. Eine extrem elitäre Position, die Kracht in diesem feinen, leisen, bisweilen vergnüglich skurrilen Buch einnimmt -- aber auch eine extrem zeitgemäße.
Finsterworld
›Finsterworld‹ verwebt komische, bizarre Geschichten darüber, wie die Gespenster uns besetzen. Absurd bis amüsant, zärtlich bis zerstörerisch, zeichnet Regisseurin Frauke Finsterwalder ihre Helden, die sich durch das Deutschland von heute schlagen müssen und erschafft eine neue Art idyllesabotierenden Heimatfilm. Das Drehbuch zu ›Finsterworld‹ entstand in Zusammenarbeit mit Bestsellerautor Christian Kracht (›Faserland‹, ›Imperium‹). Gemeinsam erzeugen sie ein Universum von schlafwandlerischer Schönheit, gleichsam verzaubernd und entzaubernd, mit einer nachhaltigen poetischen Wucht.
Die Toten
Die Wiedergeburt der gothic novel aus dem Geist des Kinos Christian Krachts neuer Roman »Die Toten« führt uns mitten hinein in die gleißenden, fiebrigen Jahre der Weimarer Republik, als die Kultur der Moderne, besonders die Filmkultur, eine frühe Blüte erlebte. Hier, in Berlin, »dem Spleen einer unsicheren, verkrampften, labilen Nation«, versucht ein Schweizer Filmregisseur, angestachelt von einem gewissen Siegfried Kracauer und einer gewissen Lotte Eisner, den UFA-Tycoon Hugenberg zur Finanzierung eines Film zu überreden, genauer gesagt: eines Gruselfilms, genauer gesagt: in Japan. Das überschneidet sich mit ebensolchen Plänen im dortigen Kaiserreich, mit denen man dem entstehenden Hollywood-Imperium Paroli bieten will ... Ein Roman in betörend-magischer Sprache, der das Geheimnis des Films als Kunstwerk der Moderne feiert, seine großen Meister von Murnau bis Lang, die Sehnsucht großer Künstler nach Transzendenz und Erlösung und die Erinnerung als Quelle unseres Ichs. Ein Roman über die Geister, die ständig unter uns sind, ob wir es wollen oder nicht.
Ferien für immer
Eine Reise zu den angenehmsten Orten der Welt. Die Welt ist entdeckt. Aber das Fernweh bleibt. Christian Kracht und Eckhart Nickel haben sich deshalb aufgemacht, für uns die angenehmsten Orte der Welt aufzusuchen. Auf den Molukken sieht es inzwischen genauso aus wie in jeder beliebigen Einkaufspassage. Die Grand-Hotels, die eleganten Bars und kleinen Pensionen, die exotischen Winkel, sie alle liegen heute am großen Gemeinplatz. Aber das Fernweh bleibt. Denn Reisen kann trotz allem ein wunderbarer Schwebezustand sein. Christian Kracht und Eckhart Nickel haben sich deshalb aufgemacht, für uns die angenehmsten Orte der Welt aufzusuchen. Einmal sehen, was übrig bleibt. Von der Kronenhalle in Zürich über das Norfolk-Hotel in Nairobi bis zum heiligen Banyan-Baum in Goa waren sie unterwegs und schrieben alles auf. Herausgekommen ist ein überaus amüsantes Reisebuch, das Reiseführer und Roman über das Reisen zugleich ist. Die Beobachtungen in Ferien für immer stellen die schönen Augenblicke der Benommenheit wieder her. Dominik Monheim zeichnete zu jeder der Erzählungen im Stil der ligne claire gehaltene Vignetten. Sie fuhren zusammen in die Fremde als Fiktion. Mit einem Vorwort von Moritz von Uslar, mit genauen Anschriften und Telefonnummern und einer schönen Weltkarte.
Eurotrash
Der Roman »Eurotrash« erzählt von einer Reise mit der seelisch wie gesundheitlich (fragilen) zerstörten Mutter. Im Taxi und mit der Bergbahn geht es durch die einstige Schweizer Heimat. Die Fahrt wird zu einer grausam-zärtlichen Erkundung der Kindheit eines Christian, der der Autor Kracht ist, aber als solcher immer schon ein anderer. Der schonungslose Blick auf die Geschichte der Familie und ihrer Verstrickung in die Schatten des Zweiten Weltkriegs gibt dem Buch seine unvergleichliche Energie, seinen Humor und seine Intensität, wie sie nur Kunst besitzt.
Tristesse Royale
Sehr geehrtes Konsumvolk, liebe wohlstandsverwahrloste Jugend Deutschlands, dieses Buch ist für euch geschrieben. Ihr, die ihr Bücher übers Internet bestellt, IKEA-Katalog und WOM-Journal zum Blättern mit auf die Toilette nehmt und für einen höheren Überziehungskredit sogar etwas sparen würdet - dieses Buch ist für euch. Die fünf Wortführer der Tristesse Royale, die sich im Fin-de-siècle-Jahr 1999 im schönen Hotel Adlon getroffen haben, halten euch gnadenlos den Spiegel vor. Wollt ihr wissen, was diese "Stilgötter" von euch halten? Nun denn: Nehmt und lest! Lest von der Meinungslosigkeit unserer Gesellschaft, vom ewigen Re-Modeling der Marken, Popbands und Gesichter, von der "ironic hell", die das Fernsehen und die Werbung aus unserem Leben gemacht haben. Lest von der "Drei-Wetter-Taft-Welt", in der alles sehr schnell gehen muß. Lest von der Gefahr, die von den Werbebildern für unsere Selbtsverwirklichungsvorhaben ausgeht. Ganz oben auf der Liste des Leids, die uns das popkulturelle Quintett zusammengestellt hat: die Ironie. Das ist nicht leicht zu verstehen, dann was sie da betreiben, sieht ganz nach bitterstem Zynismus aus. Vielleicht ist das aber auch ein strukturelles Problem: Wer die perversen Verhältnisse unserer konstruierten Arbeits- und Vergnügungswelt beschreiben will, muß zwingend ironisch vorgehen. Wie auch immer: Die saloppe Kulturkritik mitsamt der dekadenten Pose dieser "Betrifft-mich-nicht-Wichte" enthält "mehr Debatte als ein ganzjähriges Zeit-Abonnement", wie ein Kritiker schrieb. Wem Pierre Bourdieu, dem Denker der feinen Unterschiede, zu schwierig, die Pop-Gazette Spex zu theologisch und Max Goldt bzw. Wiglaf Droste zu linksliberal sind, der sollte sich dieses Buch beschaffen - als Erbauungsliteratur auf dem Heimweg vom Einkaufen, als Nachschlagewerk (ca. 800 Einträge im Sachregister), als Vademecum für ästhetisch unsichere Tage. Es ist, wie es an einer Stelle heißt, "bigger than life and twice as ugly". --Nikolaus Stemmer
Anthony James, Morphic fields
Der Multimediakünstler Anthony James (*1974) arbeitet mit schwerem Gerät. Mit der Kettensäge zerteilt er Birkenstämme, um sie anschließend in verspiegelten Vitrinen zu arrangieren. Ungerührt opfert er den eigenen Ferrari 355 Spider, setzt die Nobelkarosse in Flammen und stellt das ausgebrannte Wrack ebenfalls hinter Glas zur Schau – und neben einen seiner Birkenhaine. In der russischen Folklore symbolisiert dieser Baum junge Mädchen. Aber hat es notgedrungen einen Unfall zur Folge, wenn weibliches und männliches Prinzip ungebremst aufeinandertreffen? Die erste Monografie zu Anthony James bietet neben einer Werkübersicht eine Reihe unangepasster Essays zur Arbeit des Künstlers aus der Feder ähnlich unbequemer Geister: So gibt die Modelegende Glenn O’Brien eine scharfsinnige Interpretation und der Schweizer Autor Christian Kracht liefert gewohnt Bissiges. Ein Interview mit dem wissenschaftskritischen Biologen Rupert Sheldrake, dessen viel beachtete Theorie der morphischen Felder dem Buch seinen Titel gibt, rundet den Band ab.
Mesopotamia
Five years, Briefwechsel, 2004-2009
Christian Kracht, Autor der Romane Faserland, 1979 und Ich werde hier sein im Sonnenschein und im Schatten und einer der wichtigsten deutschsprachigen Schriftsteller der Gegenwart, und David Woodard, amerikanischer Komponist, Romancier und Künstler, verbindet seit dem Jahr 2004 eine ebenso intensive wie produktive künstlerische Freundschaft: Ein Beitrag in der legendären, von Kracht mit Eckhart Nickel in Nepal herausgegebenen Literaturzeitschrift Der Freund über die heute von Woodard hergestellten, einst von William S. Burroughs benutzten dreamachines, war Anlass für den ersten Kontakt. Seither sind Kracht und Woodard u.a. gemeinsam zu den Nachkommen der Kolonie Nueva Germania in Paraguay und zu den Resten von Aleister Crowleys Abtei Thelema in Cefalù (Sizilien) gereist, haben an dem Projekt der Großen Pyramide in Deutschland mitgewirkt oder an Rafael Horzons Wissenschaftsakademie in Berlin Vorträge gehalten. Nun erlauben Kracht und Woodard die Herausgabe der ersten fünf Jahre ihres gemeinsamen Briefwechsels – und damit erstmals einen einzigartigen Einblick in ihre außergewöhnliche Künstlerfreundschaft. Die Briefe, alle auf Englisch verfasst, sind ebenso unterhaltsam wie anrührend, geistreich, herausfordernd, spannend und erhellend. Sie zeigen beide Autoren in jeder Zeile als Stilisten von besonderer Brillanz und Eleganz. Sie gewähren ungewöhnliche Einblicke in die Werkstatt zweier bedeutender zeitgenössischer Literaten und Künstler, eröffnen neue Blicke auf Kracht und Woodard – und zeichnen zugleich ein exemplarisches Bild von den Möglichkeiten und Grenzen einer Künstlerexistenz im 21. Jahrhundert. Since 2004 Christian Kracht, author of Faserland, 1979 and Ich werde hier sein im Sonnenschein und im Schatten, and one of the most influential contemporary German writers, and Berlin-based music conductor David Woodard, have been engaged in an unusually intense artistic friendship. They first made contact when Kracht and Eckhart Nickel, joint editors of the legendary Nepal-based literary magazine Der Freund, commissioned a colleague to write an article about the Dreamachine of Brion Gysin and Ian Sommerville, famously pondered by William S. Burroughs and fabricated by Woodard. Since then, Kracht and Woodard have travelled jointly to Nueva Germania (Paraguay) and to the remains of Aleister Crowley's Abbey of Thelema in Cefalú (Sicily), participated in the creation of a German Great Pyramid, lectured at Rafael Horzon's Berlin Wissenschaftsakademie, and published jointly—they have exchanged thousands of letters between them. For the first time, Kracht and Woodard have now agreed to a printed edition of the first five years of their correspondence, thus permitting the reader an unprecedented view into their unique artistic language and cooperation. The letters, all written in English, are as entertaining and touching at times as they are witty, complex and insightful, proving both artists as most elegant and stylistically brilliant writers. The letters open the doors to both artists' distinctive interior dynamic, drawing a most exemplary outline of the enormous intellectual demand it is to be an artist in the 21st century.
