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Carl Amery

Personal Information

Born April 9, 1922 (104 years old)
Munich, Germany
Also known as: Christian Anton Mayer
21 books
3.0 (2)
9 readers

Description

Deutscher Schriftsteller und Umweltaktivist.

Books

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Arbeit an der Zukunft

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Als Carl Amery vor zwei Jahren starb, verlor die Bundesrepublik eine ihrer kritischsten und anregendsten Stimmen. Barocke Fabulierkunst, apokalyptische Untergangsvisionen und moderne Zivilisationskritik zeichneten sein Werk aus, und seine kritischen Zwischenrufe profitierten auch immer von dem Schriftsteller Amery. Im April 2007 wäre Carl Amery 85 Jahre alt geworden. Zu diesem Anlass versammelt dieser Band die wichtigsten Essays.

Hitler als Vorläufer

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»Wirft Hitlers Generalplan, wie er sich zwischen 1920 und den fürchterlichen Wirklichkeiten von Krieg im Osten und Shoah entfaltete, die Schatten künftiger Möglichkeiten voraus?« – Carl Amery vertritt in Hitler als Vorläufer die These, daß Hitler und der Nationalsozialismus erst wirklich verstanden werden können, wenn die ökologische Dimension in die zeitgeschichtliche Diskussion mit aufgenommen wird. Erst wenn die verborgene erschreckende Aktualität seines Heilversprechens erkannt wird, können wir uns den gegenwärtigen politischen Aufgaben stellen. Ein Vorurteil zieht sich mehr oder weniger unausgesprochen durch die gesamte Forschung über den Nationalsozialismus: Eigentlich sind Hitler und das Dritte Reich nicht wirklich zu verstehen, eigentlich passen sie nicht in unsere moderne zivilisierte Welt. Wie ein unvorhersehbarer, unerklärlicher Einbruch von Mittelalter und Barbarei wird diese Epoche monadisch in die Geschichte zurückverwiesen. Zu dem Selbstverständnis der Neuzeit als einer Zeit der Aufklärung und des steten Fortschritts paßt dieses zwölf Jahre währende Tausendjährige Reich nicht. Gegen diesen allgemeinen Konsens wendet sich Carl Amery mit seinem provokanten Essay und zeigt, daß Hitler und das Dritte Reich als Vorboten einer Zeit und ihrer Probleme verstanden werden müssen, die erst kommen wird – unsere Zukunft. Es geht um die Frage nach unserem Überleben in einer Welt der begrenzten Ressourcen, der Umweltzerstörung und der Überbevölkerung. Hitler hat die erste zusammenhängende Antwort der Moderne darauf gegeben. Seine in ihrer Borniertheit kurzlebige Antwort war die der vollständigen Barbarei, die Reduzierung von Geschichte auf Naturgeschichte. Wenn Geschichte überhaupt eine Herausforderung sein kann, dann ist es für uns heute die, die aufgeworfenen Probleme ins Auge zu fassen und unsere ganze Kraft, unsere Tradition und unsere modernen Errungenschaften dafür einzusetzen, daß die vergangenen Schrecken im 21. Jahrhundert nicht wiederkehren.

Global Exit

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Carl Amery, der jahrzehntelang die politische Diskussion in der Bundesrepublik Deutschland entscheidend mitgeprägt hat, quält sich seit Jahren mit der Frage, wie die Erde als von Menschen bewohnbare Biosphäre überleben kann, wie wir für unsere Nachkommen wieder eine Lebensperspektive zurückgewinnen können. Es ist vorauszusehen, sagt er in seiner brisanten neuen Streitschrift, daß unsere Lebenswelt im Lauf des anhebenden Jahrtausends zusammenbrechen und unbewohnbar werden wird. Dieser Prozeß wird beschleunigt und unumkehrbar gemacht durch den Sieg des totalen Marktes, der auf dem Zenit seiner Macht und Wirksamkeit alle natürlichen Ressourcen verzehrt und sich wie eine allmächtige Religion als alternativlos darstellt. Im zweiten Teil seiner schonungslosen Analyse sagt Carl Amery, daß die Kirchen der Christenheit sehr bald in völlige Bedeutungslosigkeit absinken werden und daß sie nur durch die Übernahme des zivilisatorischen Auftrags, an nachhaltigen, biosphärisch verantworteten Kulturen zu arbeiten, ihre Vitalität und ihre heilsgeschichtliche Bedeutung zurückgewinnen können. Folglich sieht er für die historischen Kirchen der Christenheit im 21. Jahrhundert einen einzigen zentralen zivilisatorischen Auftrag, nämlich den Kampf gegen die Religion des totalen Marktes aufzunehmen und für eine bewohnbare Zukunftsgesellschaft zu wirken. Die lateinamerikanische Befreiungskirche könnte ein Beispiel sein für den Exodus aus dem »Sklavenhaus des globalen Kapitalismus«.

Die Botschaft des Jahrtausends

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Ein Jahrhundert, ja ein Jahrtausend geht zu Ende, und Carl Amery fragt, was denn die Botschaft des Jahrtausends sei. Mit seiner Antwort kehrt er zurück zur Arbeit an einer Grünen Philosophie und sagt, daß sie nach Jahren der Verdrängung durch sogenannte politische Aktualitäten wieder an die Spitze aller Dringlichkeiten gesetzt werden müsse, weil es sich schließlich um die Gattungsfrage handle, das heißt die Frage der Möglichkeit bzw. Unmöglichkeit einer menschlich bewohnbaren Zukunft. Die Botschaft des Jahrtausends sieht er in dieser nicht mehr zu umgehenden Dringlichkeit. Bis vor kurzer Zeit war die Menschheit von „Höherer Gewalt“ bedroht und gleichzeitig an einer lebensbedrohenden Expansion gehindert. Die Situation hat sich gründlich geändert, und es ist zu befürchten, daß in der Suche nach einem Ausgleich der Waagschalen von Leben und Tod entweder die biologische Barbarei (Vorläufer Adolf Hitler!) oder ein technokratisch orientiertes Selektions-Management siegreich bleibt. Dem gilt es im Namen menschlicher Würde entgegenzutreten. Die letzte, allerschwierigste Frage lautet: Wie hat der Mensch zu leben, der wenigstens im Ansatz den Auflagen der Natur folgt, um die Zukunft zu sichern?

Das Geheimnis der Krypta

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Carl Amerys Roman vom Ende des Fortschritts in unserer Zeit - ein Wissenschaftler arbeitet an einem Programm zur Reduzierung der Menschheit um 90 Prozent, um dem Rest eine Überlebenschance zu geben - ist erzählt aus der Distanz des satirischen Spötters, mit unverwechselbarer Sprachvirtuosität und anarchischem Spaß am geistigen Abenteuer. Großes phantastisches Welttheater.

Die Kapitulation ; oder, der real existierende Katholizismus

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Kaum ein anderes Buch hat das kritische Bewußtsein der jungen Nachkriegsgeneration von Katholiken so sehr wachgerüttelt wie Amerys Auseinandersetzung mit dem Deutschen Katholizismus und seiner andauernen "Kapitulation". Vor allem die Erklärungen für die Begeisterung, die das Naziregime in manch kleinbürgerlicher Seele entfachte, leuchten ein. Auch im katholischen Milieu fand der Nationalsozialismus in dem Maße Anklang, wie er es verstand, das Tugendsystem dieses Milieus - im Kern ein kleinbürgerlicher Anstand - politisch zu symbolisieren und zu ästhetisieren.

Die große deutsche Tour

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In fiktiven Dokumenten (Briefen, Drehbuchauszügen, Vertragsunterlagen, Tonbandprotokollen) wird der Aufstieg eines Reisebüros vorgestellt, das jedem Tour-Teilnehmer das Deutschland zeigt, das er zu sehen wünscht. Amery schärfte sein gesellschaftskritisches Engagement mit den erzählerischen Mitteln der Satire und der Parodie, was ihm viel Zustimmung bei der Literaturkritik eintrug.

Die Wallfahrer

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In dem Roman „Die Wallfahrer“, seinem Opus magnum, beschäftigte Carl Amery (1922 – 2005) sich mit der Wallfahrt zur Kirche „Unserer Lieben Frau“ in Tuntenhausen und der Suche nach Erlösung. Dabei verband er fast alle Themen, die er sonst in Einzeldarstellungen aufgriff: katholische Tradition, bayrische Geschichte, Ökologie, Science Fiction. Die Wallfahrtskirche in Tuntenhausen steht hier im Mittelpunkt eines Panoramas, das vier Jahrhunderte überspannt. Auf vier verschiedenen Pilgerpfaden bewegen sich skurrile Einsiedler, barocke Komödiantentruppen, cholerische Kapuziner, „Kreuzfahrer“ im 19. Jahrhundert, der Mörder von Kurt Eisner und viele andere. Der Roman „Die Wallfahrer“ setzt sich aus einer Vielzahl einzelner Geschichten zusammen, die auch stilistisch eine breites Spektrum ergeben.

G. K. Chesterton, oder, Der Kampf gegen die Kälte

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Nachdem Amery Chestertons Roman 'Der Held von Nottinghill' herausgegeben hatte, machte er sich an den vorliegenden Essay, der Chesterton als radikalen katholischen Literaten zeigt, einen Querdenker, der weit mehr war als der Autor der Pater Brown-Geschichten. Das kleine Büchlein ist verlegerisch ein Unikum und literarisch etwas Besonderes.

Leb wohl, geliebtes Volk der Bayern

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Amerys in kraftvollen Farben gezeichnetes und zugleich mitreißendes Bayernrequiem spannt einen weiten historischen Bogen, versammelt kundige Kapitel über die Schaffung des bayerischen Beamtenstaates, die Wittelsbacher, die Revolution von 1918, die Räterepublik und das Aufkommen des Nationalsozialismus in Bayern. Amery ist – allerdings ein äußerst kritischer – Patriot.

An den Feuern der Leyermark

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Ein fränkisches Mitglied der Ministerialbürokratie in München, wie fast alle Standesgenossen vom historisch notwendigen Sieg Preußens überzeugt, ordert in einem spielerischen Anfall von Sabotage unbesehen einen "Restposten" aus dem soeben zu Ende gegangenen amerikanischen Bürgerkrieg: 560 "Godfrey-Rifles". Er weiß nicht, dass es sich um ein Spitzenprodukt der konföderierten Waffentechnik handelt, das nicht mehr zum Einsatz kam, Das "Rifles" nicht nur die Gewehre, sondern auch die Schützen bezeichnet. Dies wird erst in vollem Ausmaß klar, als 560 assortierte Halunken und Abenteurer aus den Staaten über den Königsplatz in München marschieren. Der Kaltschnäuzigkeit, dem Draufgängertum und vor allem der überlegenen Waffenkraft der amerikanischen Söldner haben die preußischen Truppen wenig entgegenzusetzen. Die Leyermark, wie Bayern sich nennt, wird zum bedeutendsten Staat Mitteleuropas ...

Energiepolitik ohne Basis

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Die in diesem Band vereinten Beiträge sind aus Vorträgen hervorgegangen, die im Frühjahr 1977 im Saarländischen und Süddeutschen Rundfunk im Rahmen der Sendereihe 'Zukunft der Energie--Energie der Zukunft' ausgestrahlt wurden.

Der Untergang der Stadt Passau

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Der postapokalyptische Science-Fiction-Roman beschreibt den Werdegang der Stadt Passau nach einer fürchterlichen Epidemie 1981. Nur wenige tausend Menschen in Europa haben diese Katastrophe überlebt. Auch Bayern wurde schwer getroffen. Passau ist die einzige noch halbwegs funktionierende Stadt, dort sammeln sich die wenigen Überlebenden der Katastrophe unter der Leitung des "Scheff" genannten Bürgermeisters. Doch werden die Menschen es schaffen, sich wieder ein Leben aufzubauen – oder wird auch Passau untergehen?

Das Königsprojekt

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Seit Jahrhunderten verfolgt eine geheime Abteilung des Vatikans — so geheim, daß nicht einmal der Papst offiziell! von ihr Kenntnis nimmt — ihren „Großen Plan“: die Beseitigung der Glaubensspaltung. Mit Hilfe der MYST, einer nach Plänen von Leonardo da Vinci konstruierten Zeitmaschine, werden tapfere Schweizergardisten in die Vergangenheit geschickt, um die Geschichte „nachträglich“ im Sinne des hl. Stuhls zu verändern. Der Gardist Füßli ist mit einer besonders heiklen Aufgabe betraut — dem „Königsprojekt“.

Das Ende der Vorsehung

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„Macht euch die Erde untertan!“ In dieser Aufforderung zur totalen Unterwerfung der Natur hat sich das Christentum weit über die kirchlichen Grenzen hinaus manifestiert. Die Vernichtung der Natur durch den Menschen läßt die Möglichkeit auftauchen, daß die „Geschichte des Heils“ in eine Geschichte des endgültigen Schreckens umschlägt. „Die Frage, die gestellt werden muß, lautet: Sind die bisherigen Methoden, die zum Erfolg geführt haben, imstande, die Zukunft zu sichern? Nicht eine bessere, schönere, größere Zukunft, sondern die Zukunft schlechthin, die schlichte Möglichkeit wenigstens für einige unserer Enkel, ihr Leben auf diesem kleinen Stern zu fristen, der trotz aller prometheischen Entwürfe ihre Heimat ist und sein wird. Das ist die letzte Herausforderung: vielleicht wirklich das letzte Gefecht.

Die Provinz

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Im Jahr 1966 erschien unter der Herausgeberschaft von Carl Amery das Buch Provinz. Kritik einer Lebensform. Darin setzten sich 18 Schriftsteller mit dem Begriff Provinz und seinem Bedeutungswandel auseinander.

Die Kapitulation

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Amery interpretiert die Unterwerfung des deutschen Katholizismus unter das Hitler-Regime als eine Kapitulation des bürgerlich-katholischen »Milieus": Auch wenn die Kirchenführung 1933 entschieden opponiert hätte - was sie nicht tat -, wäre das »Milieu« nicht gewillt gewesen, »seine soziale Haut zu Markte zu tragen": »Die große Mehrheit derer, die man noch gutgesinnt nennen mochte, verweigerte von Anfang an die Widerstandsarbeit; besser gesagt, sie war gar nicht imstande dazu, weil ihr die seelischen und moralischen Voraussetzungen völlig fehlten.« Deutschlands »Milieukatholizismus«, so meint der »Kapitulation«-Autor, habe wohl auch gehofft, »im 'allgemeinen 'Aufbruch der Nation' jene Feinde niederzuschlagen, die man vor allen anderen gefürchtet hatte: den Liberalismus, den Sozialismus - und die 'allgemeine Unsittlichkeit', das heißt die individuelle Emanzipation und ihre negativen Folgen. Vielleicht gelang es, mit einem Wort, die gute alte Ordnung wiederherzustellen«.

Der Wettbewerb

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Der Roman spielt in Passau und in München und verstrickt seinen Protagonisten Toni Kirmer parallel zu einem Architekturwettbewerb in eine Ehekrise, die der Katholik für sich als Ehebruch und Sünde bewältigen muss.

Ach Deutschland

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Was ist das: 'Deutschland'? Fragen und sicher keine Antworten. Am Ende eines Jahrhunderts, dass sich durch unvorstellbare Grausamkeit einerseits und rasanten Fortschritt andererseits besonders ausgezeichnet hat. Keine Karriere, keine Einheit, ein Etwas, eine undefinierbare Wunde, die wir uns selbst zugefügt haben. Wunden heilen zwar, aber Narben bleiben zurück und prägen das Gesicht von Morgen. Was bleibt, ist Haltung einzunehmen: zum Brüchigen, zum Widersprüchlichen, zu den Verletzungen, zu den Täuschungen, aber auch zu den Utopien - die Reflexionen als Chance des Theaters zwischen Lust und Nachdenklichkeit. Haltung einnehmen heißt: wissen, wer man ist.