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Apr 30, 1865 — Jul 23, 1944· 79 yrs

GERMAN REICH AUTHOR · ANARCHISM · HISTORY

Max Nettlau

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German anarchist and historian

Neuwaldegg, German Reich
Wikipedia

THE history of anarchist ideas is inseparable from the history of all progressive developments and aspirations towards liberty.

— from A short history of anarchism, 1996

Most acclaimed

#1

Élisée Reclus

1929

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Der französische Geograph Elisée Reclus war nicht nur ein international anerkannter Wissenschaftler, sondern auch einer der bekanntesten Anarchisten seiner Zeit. Nettlaus Schrift gibt eine Würdigung des Lebens dieses Mannes, der bereits 1851 Frankreich aus politischen Gründen verlassen hatte und der während der Belagerung von Paris 1870/71 durch die Deutschen in der Nationalgarde diente. Im März 1871 beteiligte er sich lebhaft an der Pariser Kommune, in der er den „Sieg der Republik der Arbeiter und die Inauguration der Föderationen der Kommunen“ zu erkennen glaubte. Immer noch Mitglied der jetzt aufständischen Nationalgarde, nahm er gemeinsam mit seinen Brüdern Elie und Paul am 4. April an einem Ausbruchsversuch des 119. Bataillons auf dem Plateau von Chatillon teil, der für ihn in der Gefangenschaft endete. Nach sieben Monaten Haft, die er in den Kerkern von Versailles und Brest verbrachte – wo er seine Mitgefangenen in Geographie, Englisch und im Schachspiel unterrichtete – wurde er am 16. November 1871 von einem Militärgericht in Saint Germain zur Deportation nach Neukaledonien verurteilt. Die internationale Wissenschaftswelt zeigte sich bestürzt über dieses Urteil. Namentlich angesehene englische Wissenschaftler wie Darwin und Wallace, aber auch Politiker wie Lord Amberley usw. appellierten an den Präsidenten der französischen Republik, eine Milderung der Strafe zu veranlassen. Am 4. Januar 1872 ordnete Thiers an, daß die Deportation in zehn Jahre einfache Verbannung „abgemildert“ wurde. 1890 kehrte Reclus nach Paris zurück und hatte hier ebenso wie später in Brüssel, wohin er schon im August 1892 als Professor für Geographie an die „Université Libre“ berufen worden war, unter der damals im Gefolge der Bombenanschläge Ravachols (im März 1892) einsetzenden Anarchistenverfolgung zu leiden, da man ihn für die Attentate mitverantwortlich machte. Als er Anfang 1894 in Brüssel seine Professur antreten wollte, teilte ihm die von der Anti-Anarchistenkampagne eingeschüchterte Universitätsverwaltung mit, daß seine Vorlesungen auf unbestimmte Zeit vertagt seien, was zu Studentendemonstrationen, dem Austritt der freisinnigen Professoren und der Gründung der „Université Nouvelle“ führte, der Élisée und sein Bruder Elie Reclus bis zu ihrem Tod angehörten.

#2

Michael Bakunin

1896

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Das umfangreichste unveröffentlichte Werk Hugo Balls – neunzig Jahre nach seiner Projektierung erstmals publiziert. Angesichts des Weltkrieges war es für Hugo Ball eine Sache des publizistischen Gewissens, seine Zeitgenossen mit Denkansätzen zu konfrontieren, die frei von Chauvinismus waren. Da er die militante Staatsvergottung als Ursache der europäischen Katastrophe begriff, suchte er nach unabhängigen Gegenkräften. Neben Nietzsche wurde für ihn dabei der russische Revolutionär Bakunin (1814–1876) zur Schlüsselfigur. Bakunins abenteuerliches Leben war damals bestenfalls Legende; kenntnislose Vorurteile und Vorverurteilungen standen einer unvoreingenommenen Aufnahme seiner Schriften entgegen. Als Ball sich 1915 daranmachte, den Klassiker des libertären Denkens für breitere Leserkreise zu erschließen, waren Bakunins Werke im deutschen Sprachraum erst in geringem Umfang zugänglich. Entgegen den Tendenzen der biographischen Mode seiner Zeit insistiert Ball auf der Wirkung des Authentischen: Er schildert nicht, sondern montiert ausgewiesene Dokumente. Vieles war aus entlegenen Quellen zu sammeln und erstmals zu übersetzen. Die Bakunin-Studien begleiteten Balls dadaistisches Engagement, wurden zum Fundus seiner »Kritik der deutschen Intelligenz« und rückten diese in ein neues Licht, als Ball auf den Bakunin-Kritiker Carl Schmitt traf. Das Bakunin-Brevier blieb Fragment, da sich nach anfänglichem Publikationsinteresse von René Schickele und Erich Reiss kein Verleger fand. Unter Balls unveröffentlichten Werken ist das Brevier das umfangreichste. Neunzig Jahre nach seiner Projektierung kann es nun erstmals erscheinen. (Quelle: [Wallstein Verlag](

#3

Socialismo autoritario y socialismo libertario

1947

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